| 00.00 Uhr

Rommerskirchen
Runder Tisch ersetzt den Wirtschaftsring

Rommerskirchen. Eine Händler-Vereinigung ist derzeit nicht in Sicht. Geschäftsleute und Rathaus versuchen es nun eine Nummer kleiner. Von Sebastian Meurer

Mit der Neugründung eines Wirtschaftsrings wird es aller Voraussicht nach so schnell nichts werden. Einstweilen soll ein Runder Tisch die Lücke füllen, zu dem das Wirtschaftsbüro regelmäßig Einzelhändler und Dienstleister einladen will. Insbesondere die Koordination gemeinsamer Aktivitäten, nicht zuletzt verkaufsoffener Sonntage, wird der Runde Tisch übernehmen, an dem zuletzt etwas mehr als ein Dutzend örtlicher Geschäftsleute teilgenommen hat. Zum zweiten Treffen des Runden Tischs hat Wirtschaftsförderin Bele Hoppe jetzt für 30. Juli ins Rathaus geladen.

Zu den vehementen Befürwortern einer solchen Einrichtung gehört Wolfgang Siegert, der mit seiner Frau Birgit seit fünf Jahren ein Spielwarengeschäft im Mariannenpark betreibt. "Ich bin froh, dass es jemand in die Hand nimmt", sagt Siegert, der auf zahlreiche Gemeinsamkeiten bei den örtlichen Unternehmern verweist. In der Endphase der früheren "Wirtschaftsinitiative für Rommerskirchen" (WIR) hatte er sich 2013/2014 nachdrücklich gegen deren Auflösung ausgesprochen, blieb damals jedoch mit dem früheren WIR-Chef Wolfgang Könen in der Minderheit.

Dass es an einer Koordinierungsinstanz zuletzt fehlte, hat der verkaufsoffene Sonntag am zweiten Advent 2014 gezeigt, der aus Sicht vieler beteiligter Geschäftsleute ein Flop war. Der Rat hat die entsprechenden Regelungen im März geändert, so dass den beteiligten Geschäften künftig auch das Nikolaus-Geschäft nicht entgeht - diesmal findet der verkaufsoffene Sonntag bereits am 29. November statt. Mit dem Verlauf von dessen jüngster Auflage im Juni sind die Eheleute Siegert hochzufrieden. "Es war für uns der bisher beste verkaufsoffene Sonntag im Sommer", sagt Birgit Siegert mit Blick auf die vergangenen fünf Jahre. Davor waren sie und ihr Mann mit dem Geschäft in Wevelinghoven ansässig. In Rommerskirchen gefällt es ihnen außerordentlich gut, was nicht zuletzt an der exponierten Lage an der Grenze zum Rhein-Erft-Kreis liegt, aus dem viele Kunden in den Mariannenpark und ins Center am Park strömen. Was indes auch zwei Seiten hat, denn in Sachen Werbung ist es mit Blick auf die unmittelbar angrenzenden Nachbarorte "etwas schwieriger", wie Wolfgang Siegert weiß.

Bei dem zweiten Treffen des Runden Tischs wird er kommende Woche auf jeden Fall wieder mit von der Partie sein. Dann geht es um die Vorbereitung der von der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein initiierten Aktion "Heimat shoppen". Der Aktionstag ist für 11. und 12. September vorgesehen.

Nicht unwahrscheinlich ist zudem, dass am Runden Tisch auch bereits über den vorweihnachtlichen verkaufsoffenen Sonntag und ein etwaiges Rahmenprogramm gesprochen wird. Wolfgang Siegert mag dabei nicht von vornherein ausschließen, dass es dabei sogar einen regelrechten Weihnachtsmarkt geben könnte. Bürgermeister Martin Mertens hofft, dass sich "mittelfristig wieder ein schlagkräftiger Wirtschaftsring bilden wird". "Wir können eine solche Institutionalisierung natürlich nicht erzwingen", sagt Bele Hoppe.

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Rommerskirchen: Runder Tisch ersetzt den Wirtschaftsring


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.