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Rommerskirchen
"Rut-Wieß" feiert vier Jubiläen gleichzeitig

Rommerskirchen: "Rut-Wieß" feiert vier Jubiläen gleichzeitig
Die "Rut-Wieß"-Mädchensitzungen sind seit Jahren ein Renner. Inzwischen werden pro Session vier dieser Veranstaltungen angeboten, so groß ist die Nachfrage. FOTO: Hammer, Linda (lh)
Rommerskirchen. Die Karnevalsgesellschaft "Rut-Wieß" Rommerskirchen kann sich in der anstehenden Session 2015/2016 über ihr 60-jähriges Bestehen freuen. Die Sitzungen im Januar des kommenden Jahres sind schon seit längerem (fast) ausverkauft. Von Sebastian Meurer

Die Karnevalsgesellschaft (KG) Rut-Wieß Rommerskirchen steht vor einer ebenso kurzen wie denkwürdigen Session. Gleich vier Jubiläen können die Jecken um ihren Vorsitzenden Jürgen Schulz zwischen dem 11.11. und dem bereits auf den 10. Februar 2016 fallenden Aschermittwoch feiern. 60 Jahre alt wird die KG als solche, zum 50. Mal wird es am 7. Februar 2016 einen Karnevalszug durch Eckum und Rommerskirchen geben. Die Kindersitzung am 17. Januar wird dann 40 Jahre alt, und den Elferrat der Damensitzung gibt es seit mittlerweile 25 Jahren.

"Wir freuen uns, in der kommenden Session gleich vier Jubiläen feiern zu dürfen und bedanken uns bei allen Menschen, die dazu beitragen, dass der Karneval in Rommerskirchen immer bekannter wird", sagt Rut-Wieß-Chef Jürgen Schulz. Die Geschichte der KG beweist, wie eng die Verbindungen zwischen Sommer- und Winterbrauchtum in Rommerskirchen sind. Die Jecken nämlich sind aus der örtlichen St. Sebastianus-Bruderschaft hervorgegangen. Eine Jugendgruppe der Sebastianer organisierte im Januar 1956 einen bunten Abend zur Karnevalszeit, bei dem es nicht sein Bewenden haben sollte.

Wurden die ersten Sitzungen noch im damaligen Saal Hurtz abgehalten, kamen angesichts der großen Nachfrage weitere Sitzungen in Vanikum, Eckum und Rommerskirchen hinzu. Mit der Fertigstellung der Mehrzweckhalle am Nettesheimer Weg wurde die zum "Gillbach-Gürzenich" und zum Domizil der Jecken. Die firmierten noch lange als Karnevalsabteilung der Bruderschaft, ehe sie sich 1976 förmlich als eigener Verein konstituierten.

Eine der wichtigsten Richtungsentscheidungen fiel in den frühen 1990-er Jahren während der Ära des heutigen Ehrenvorsitzenden Karl- Josef Eichel. "Rut-Wieß" setzte seither nicht mehr auf "handgestrickten" Karneval mit eigenen Kräften, sondern bot sämtlichen Spitzenkräften des Kölner Karnevals ein Forum. Ob "Höhner" , "Bläck Fööss", "Brings", "Räuber" oder "Paveier: Die populärsten Bands wurden ebenso zu Stammgästen am Nettesheimer Weg wie die begehrtesten Büttenredner, so etwa "Blötschkopp" Marc Metzger. Zur populärsten Veranstaltung avancierte die noch lange mit der Katholischen Frauengemeinschaft organisierte "Große Mädchensitzung". Die war stets ausverkauft, was auch dann galt, als sie vor einigen Jahren drei und inzwischen sogar vier Mal angeboten wird. Die Sitzungen sind ausverkauft, es gibt lediglich noch Restkarten für den 13. und 14. Januar. Erhältlich sind demgegenüber noch Tickets für die "Kölsche Weihnacht", die am Sonntag, 13. Dezember, auf dem Programm steht. Auftreten werden dabei unter anderem Trompeter Helmut Blödgen, Tenor Norbert Conrads. Die Breuers, Die Wanderer, Büttenredner Martin Schopps und Thomas Cüpper.

Repräsentiert werden die Karnevalisten seit 1967/1968 von einem Kinderprinzenpaar. Diesmal werden sie wenige Tage nach dem Sessionsstart am 14. November Simon Leven und Alicia Schwantes (beide 5) zu ihren neuen Regenten proklamieren.

Quelle: NGZ
 
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