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Rommerskirchen
Schlepperfreunde zeigen alte Traktoren

Rommerskirchen: Schlepperfreunde zeigen alte Traktoren
Torsten Hilgers und Peter Kaufmann (v.l.) wollen vom 26. bis 28. August an die erfolgreichen Traktoren-Ausstellungen der "Schlepperfreunde Gillbach" auf dem historischen Vronoverhof anknüpfen. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Nach vierjähriger Babypause vieler Mittglieder wollen die "Schlepperfreunde vom Gillbach" am kommenden Wochenende an ihre bislang drei überaus erfolgreichen Traktorenausstellungen auf dem Vronover Hof anknüpfen. Von Sebastian Meurer

Das Faible für alte Landmaschinen haben sie seit ihrer Kindheit gemeinsam: Mit sechs Gleichgesinnten im Alter von 28 bis 64 Jahren teilen Torsten Hilgers und Peter Kaufmann die Leidenschaft, historische Traktoren öffentlich zu präsentieren. Für kommendes Wochenende planen die "Schlepperfreunde vom Gilbach" vom 26. bis 28 August auf dem Vronoverhof die mittlerweile vierte Auflage eines Ereignisses, das sich schon vor einigen Jahren als überaus zugkräftig erwiesen hat. 2008, 2010 und 2012 gab es drei Präsentationen, bei denen Traktorenfans weit über die Region hinaus nach Widdeshoven strömten.

"Die Idee ist bei einer Autofahrt entstanden", erinnert sich Peter Kaufmann an die Initialzündung. Er selbst ist Schlossermeister, Torsten Hilgers ist KFZ-Meister - eine geradezu ideale Kombination, um alte Maschinen nicht nur zu bestaunen, sondern sich wirklich mit ihnen beschäftigen zu können.

Torsten Hilgers (38) nennt einen Lizenzbau der argentinischen Marke I.A.M.E Industria Argentina "Pampa" aus dem Jahre 1952 und ein weiteres Gefährt sein eigen. Peter Kaufmann bringt es auf aktuell zehn Traktoren, dabei handelt es sich um acht Lanz-Bulldogs, einen Ursus- und einen Hanomag-Traktor. Er hat einen alten Bauernhof geerbt und kann die Traktoren dort unterbringen. Torsten Hilgers und andere "Schlepperfreunde" haben hierfür eigens Hallen gebaut. Das älteste Gefährt bei den Traktor-Enthusiasten ist ein "Eil-Bulldog" aus dem Jahr 1934. Die Marke ist unabhängig vom Baujahr bei Kennern hoch geschätzt: Mag der ideelle Wert eines dieser einst von Speditionen oder Kohlenhändlern genutzten Traktoren unermesslich sein, den materiellen beziffert Peter Kaufmann vielsagend mit "einem Einfamilienhaus".

Dass die "Schlepperfreunde" eine vierjährige Pause eingelegt haben, liegt daran, dass sich in dieser Zeit bei vielen Mitgliedern Nachwuchs eingestellt hat, wie Torsten Hilgers erzählt. Die Frauen der "Schlepperfreunde" waren von Beginn an Feuer und Flamme für die Traktorentreffs und sind auch am kommenden Wochenende unverzichtbar: Das betrifft nicht allein die Verpflegung der Besucher, auch für die T-Shirts der "Schlepperfreunde" sind die Damen zuständig.

Der bisherige Rekord lag bei 352 angemeldeten Traktoren. Seit Jahresbeginn läuft die Planung. Es wurden so viele Einladungen verschickt oder persönlich übergeben wie noch nie. Mitgründer der "Schlepperfreunde" ist Gerhard Seegers, Betreiber des Vronoverhofs, der erneut ein großes (Weizen-) Feld zur Verfügung stellt. Die Besucher müssen sich übrigens nicht aufs bloße Anschauen der Traktoren beschränken: Beim Grubbern oder Baumstammziehen werden sie auch in voller Aktion zu erleben sein. Für echte Ernteeinsätze wären sie indes nur noch bedingt geeignet: "Man könnte aus Spaß und Dollerei einen Anhänger wegfahren", so Peter Kaufmann. Wirtschaftlich wäre es in der technisch deutlich fortgeschritteneren Landwirtschaft aber nicht mehr vertretbar.

Quelle: NGZ
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