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Rommerskirchen
Schütze aus Leidenschaft

Rommerskirchen: Schütze aus Leidenschaft
Der neue Kölner Diözesanbundesmeister: Wolfgang Kuck. Als eine der ersten Aufgaben sieht er die Schaffung und Erhaltung einer Vertrauensbasis. FOTO: H. Jazyk
Rommerskirchen. Interview Seit wenigen Tagen ist Wolfgang Kuck aus Deelen Kölner Diözesanbundesmeister im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften – damit hat der Schütze im Jahr rund 200 Termine mehr.

Her Kuck, Was war Ihre erste Amtshandlung nach der Wahl?

Wolfgang Kuck Ich habe gleich danach die Sitzung des Diözesan-Bruderrats geleitet.

Haben Sie das Amt angestrebt?

Kuck Nach zehn Jahren als Stellvertreter lag es in der Natur der Sache, dass ich im Fall der Fälle für eine Kandidatur bereit war. Nachdem mein Vorgänger Emil Vogt im November 2009 erklärt hatte, nicht mehr zu kandidieren, war es für mich wie für meine Kollegen selbstverständlich, im Fall der Wahl Verantwortung zu übernehmen.

Welche Aufgaben stehen nun an?

Kuck An erster Stelle steht die Teamarbeit im Diözesanvorstand, den Bezirken und den Bruderschaften. Neben dem sachorientierten, freundlichen Miteinander geht es vor allem um die Schaffung und Erhaltung einer Vertrauensbasis. Bei über 50 000 Schützen eine nicht immer leichte Aufgabe.

Bei 331 Bruderschaften des Diözesanverbands können Sie nicht jedes Schützenfest besuchen: Wird Ihr Terminkalender noch dicker als bisher?

Kuck Das Schützenjahr beginnt für mich am 1. Januar und endet am 31. Dezember. Freie Wochenenden gibt es selten, unabhängig von vielen Versammlungsterminen während der Woche. 200 Termine im Jahr dürften es schon sein.

Im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften sind weibliche Schützen kein Problem. Wann wird sich das an der Basis etablieren?

Kuck Wenn auch in unserem Bereich Frauen in Bruderschaften vielleicht noch ein ungewohnter Anblick sind, sollte man an der Basis unbedingt verinnerlichen, dass es keine nachvollziehbaren Gründe dafür gibt, Frauen nicht aufzunehmen. Ohnehin sind sie erfahrungsgemäß in jedem Verein eine starke Stütze.

Was unterscheidet eine Bruderschaft von einem Schützenverein?

Kuck Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ist seit 2000 kirchlich anerkannter Verband. Dies hat zur Folge, dass die Mitglieder einer christlichen Konfession angehören müssen. Nicht umsonst lautet unser Leitsatz "Für Glaube, Sitte, Heimat".

Wie sind Sie Schützenbruder geworden und warum sind Sie es geblieben?

Kuck Als wir 1975 nach Oekoven zogen, war das Schützenwesen für mich Neuland: Bereits 1976 fand ich mich im Vorstand meiner Heimatbruderschaft wieder. Meine damals entdeckte Liebe zum Schützenwesen und zu unserer Schützenfamilie ist an meinem Werdegang klar ablesbar. Ich genieße das Miteinander immer wieder. Nur wer mitmacht, weiß, was eine wirkliche Schützenfamilie für den Einzelnen bedeuten kann und was Nicht-Schützen entgeht.

Quelle: NGZ
 
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