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Rommerskirchen
Schützenfest endet ohne Kronprinz

Rommerskirchen. Mit dem Krönungsabend klang das Fest in Oekhoven jetzt aus.

Nach 91 Jahren hat es nun auch die St. Sebastianus-Bruderschaft getroffen: Aller Voraussicht nach muss sie ihr nächstes Schützenfest 2017 ohne einen neuen Schützenkönig feiern.

Dass sich jetzt beim Vogelschuss kein Bewerber fand, musste erfahrene Vorstandsmitglieder noch nicht schrecken, war dies doch wahrlich keine Premiere: Doch auch die sich traditionell anschließenden und zuweilen bis abends dauernden Gespräche verliefen erstmals ergebnislos. "Wir würden uns natürlich freuen, aber wir werden es nicht forcieren", sagt der stellvertretende Brudermeister Lothar Gross zu den Aussichten, innerhalb der kommenden zwölf Monate doch noch einen Aspiranten zu finden. Die Erfahrung, ein Schützenfest ohne den dazugehörigen König feiern zu müssen, haben seit den späten 1990er Jahren nun fast alle der 13 Schützenvereine und Schützenbruderschaften am Gillbach schon einmal gemacht.

Sollte es tatsächlich dabei bleiben, dass sich kein Thronfolger für Königin Marion Groschek findet, bliebe die St. Sebastianus-Bruderschaft Nettesheim-Butzheim der einzige Verein mit einer diesbezüglich weißen Weste. "Es würde dann sicher auch Änderungen im Festablauf geben", kündigt Lothar Gross an. Hoffnung macht den Oekovener Schützen dagegen vor allem der Jugendbereich: Gleich 13 Kandidaten bewarben sich um den Titel des Bruderschaftsprinzen, den letztlich Patrick Mostert gewann. Neuer Schülerprinz der Bruderschaft ist Elias Haas.

Der guten Stimmung beim Krönungsabend für Königin Marion Groschek und Prinzgemahl Andreas tat der fehlende Kronprinz keinen Abbruch. Zu den Gratulanten der ersten Schützenkönigin zählten unter anderem auch die befreundeten Vereine aus Barrenstein, Evinghoven und Widdeshoven.

(S.M.)
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