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Rommerskirchen
Seniorenkaffee sucht neue Männer

Rommerskirchen: Seniorenkaffee sucht neue Männer
Ganz im Zeichen von Sankt Martin stand der Seniorenkaffee gestern Nachmittag. Marianne Michels, Kathi Schmitz und Elisabeth Roesberger (v.l.) ließen sich von Helferin Walli Herter-Diesterhoef (hinten, stehend) verwöhnen. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Die unabhängige Einrichtung blickt auf eine fast 28-jährige Geschichte zurück - doch das Organisationsteam um Elke Elendt und Angelika Pelzer kann zusätzliche Unterstützung und Besucher gut gebrauchen. Von Bernd Rosenbaum

Männer sind Mangelware beim Seniorenkaffee in der Alten Schule. In den Anfangsjahren der Einrichtung, die sich vor fast 28 Jahren im Nachgang zur 1000-Jahr-Feier von Butzheim gegründet hat, habe es auch männliche Teilnehmer bei den monatlichen Treffen gegeben, sagt Elke Elendt. "Doch im Laufe der Jahre wurden es immer weniger", sagt sie.

Das weiß die 53-Jährige nicht aus eigenem Erleben, sondern von ihrer Vorgängerin Elisabeth Roesberger. Die hatte den Seniorenkaffee zusammen mit Marianne Michels viele Jahre geleitet, die Verantwortung vor knapp zwei Jahren aber an Elke Elendt und ihre 46-jährige Mitstreiterin Angelika Pelzer abgegeben. Zusammen mit Antoinette Mummert, Walburga Herter-Diesterhoef, Maria Korbmacher-Schönwasser und "Quotenmann" Stefan Lütticke organisieren sie die Treffen, die jeden zweiten Donnerstag im Monat in der Begegnungsstätte Alte Schule der St. Sebastianus Schützenbruderschaft stattfinden.

Inzwischen sind die Frauen im Seniorenkaffee unter sich. "Wir freuen uns über jeden neuen Gast, und natürlich sind uns auch Männer herzlich willkommen", erklärt Elke Elendt. Besonders viel Mühe gibt sich das Team immer mit der Dekoration für die allmonatlichen Treffen, die meist thematisch auf die Jahreszeit abgestimmt ist und immer wechselt. So hatten sich die Vorbereiter im Februar zum Karnevals-Kaffee selbst als Schneewittchen (Stefan Lütticke) und Zwerge (die Damenriege) kostümiert, während das Treffen im Mai ganz im Zeichen des Wonnemonats stand - inklusive eigens aufgestelltem Maibaum. Zuvor hatten die Organisatoren Dutzende Steine mit liebevoller Handbemalung in kleine, rot-schwarze Marienkäfer verwandelt und auf den Tischen verteilt. "Wir haben sie als Maikäfer verkauft, das ist niemandem aufgefallen", sagt Angelika Pelzer und lacht.

Die zahlreichen Kuchen, die allmonatlich zum Seniorenkaffee aufgetischt werden, hat das Vorbereitungsteam entweder selbst gebacken oder sie wurden von treuen Freunden des Seniorenkaffees gespendet. "Wir bieten zwar jedem Spender an, wenigstens die Kosten für die Zutaten zu ersetzen, aber das hat bisher noch jeder abgelehnt", weiß Antoinette Mummert. Etwa 30 bis 35 Frauen kommen regelmäßig zum Deko-Staunen, Kuchen-Schlemmen und Schwätzchen-Halten in die Alte Schule an der Sebastianusstraße 42. Die älteste Teilnehmerin ist 96 Jahre alt.

Neben den Treffen organisiert das Team aber auch einen größeren Ausflug pro Jahr. Im Sommer ging es zum Beispiel per Reisebus zu einer Straußenfarm nach Remagen. Im Vorjahr hingegen war die Anreise nicht ganz so aufwendig: "Wir sind mit Pkw-Shuttles zu mir nach Hause gefahren und haben dort im Garten eine große Grillparty veranstaltet", erinnert sich Angelika Pelzer. Früher hat Elisabeth Roesberger zusätzlich zweimal im Jahr eine Wallfahrt organisiert. Doch das sei heute leider nicht mehr möglich. Freuen können sich die Teilnehmer im Dezember indes schon auf eine bunte Weihnachtsfeier.

Quelle: NGZ
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