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Rommerskirchen
SG will wachsen und sucht Sponsoren

Rommerskirchen: SG will wachsen und sucht Sponsoren
Sie wollen der SG Rommerskirchen /Gilbach neue Finanzquellen erschließen: Geschäftsführer Sascha Kaufmann, Martin Steltzner, Andreas Müller (v.l. stehend), "Spielerfrau" Lisa Longerich und Dirk Drechsler. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Aktive Kicker der SG Rommerskirchen/Gilbach und "Spielerfrau" Lisa Longerich bilden das neue Marketingteam des Fußballklubs. Von Sebastian Meurer

Drei Jahre, nachdem der Kunstrasenplatz am Nettesheimer Weg angelegt worden ist, steht die SG Rommerskirchen/Gilbach in sportlicher Hinsicht so gut da wie wohl noch nie: Dem Aufstieg in die Kreisliga A folgte vor zwei Jahren der in die Bezirksliga, und die Landesliga visiert der Klub perspektivisch auch an.

Nicht nur für Profi-Fußballer gilt, dass sportlicher Erfolg Geld kostet. Grund genug, sich über Möglichkeiten des Sponsoring Gedanken zu machen, wofür der Verein jetzt ein neues Konzept erarbeitet hat. Mit ihrem neuen Konzept wollen die Fußballer innerhalb der Gemeinde, aber auch über deren Grenzen hinweg versuchen, Sponsoren und Gönner für ihren Verein zu gewinnen. Was Präsident Karl-Heinz Wandke und Geschäftsführer Sascha Kaufmann besonders stolz macht: Das neue Marketingteam rekrutiert sich ausschließlich aus Spielern des Vereins. Angeführt wird es neben Geschäftsführer Kaufmann von Dirk Drechsler, Andreas Müller und Martin Steltzner, dazu kommt noch Lisa Longerich - die nicht den Frauenfußball repräsentiert, sondern mit einem Spieler der ersten Mannschaft befreundet ist. "Sie alle werden nach engagierten Partnern für unsere Jugend- und Seniorenabteilung auf die Suche gehen", so Wandke.

Auf der Grundlage des neuen Konzepts sollen neben Unternehmen und Gewerbetreibenden auch Privatleute den Verein unterstützen können. Das Spektrum ist breit: "Von einer Sponsoren-Gönnertafel über Ball- oder Trikotspenden, einem Förderverein oder einer werbewirksamen Bandenwerbung bis hin zu einem Premiumpartner ist alles möglich", sagt Wandke. Achten will der Verein nach den Worten von Sascha Kaufmann jedoch darauf, "nicht von einem einzigen Großsponsor abhängig zu werden", sondern den Unterstützerkreis so breit wie möglich zu gestalten. Ein praktisches Beispiel fürs Sponsoring: Helmut Kolpin von der Provinzial Geschäftsstelle hat kürzlich - nicht zum ersten Mal - eine Jugendmannschaft mit neuen Trikots ausgestattet.

"Die bisherige Entwicklung freut uns, stellt den Verein aber immer wieder vor finanzielle Herausforderungen", begründet Präsident Wandke die Notwendigkeit für die SG Rommerskirchen/Gilbach, neue Finanzquellen zu erschließen. Der Verein hat 2013 nach dem bereits in Hoeningen praktizierten Modell, den Fußballplatz samt Gebäude als Pächter übernommen und kommt autark für die Kosten auf.

Neben der ersten Mannschaft in der Bezirksliga und der zweiten in der Kreisliga B gilt das Augenmerk insbesondere dem prosperierenden Jugendbereich. Was keineswegs mehr für alle Fußballvereine gilt: Die SG Rommerskirchen/Gilbach ist in allen Altersklassen mit mindestens einer Jugendmannschaft vertreten, und auch ein Mädchenteam ist seit Jahren im Spielbetrieb fest etabliert. Das neue Marketing- und Sponsoring-Konzept "hat nichts damit zu tun, dass uns die Kosten wegliefen", versichert Kaufmann. Es gehe vielmehr darum, "vernünftige Arbeit für den Verein zu leisten", sprich: das bisherige Niveau zu halten und möglichst weiter zu steigern.

Quelle: NGZ
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