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Rommerskirchen
"Sonnenbad" knüpft an Gästerekorde an

Rommerskirchen: "Sonnenbad" knüpft an Gästerekorde an
Petra Gemmer, die Leiterin des Rommerskirchener Sonnenbades, freut sich über den guten Zuspruch - und über mehr Personal. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Die Krisenzeiten sind vorbei: Von einst 25.000 Schwimmern im Jahr sind die Nutzerzahlen auf durchschnittlich über 40.000 gestiegen. In diesem Jahr sind sogar Top-Ergebnisse wie 2007 und 2008 drin, als mehr als 50.000 kamen. Von Sebastian Meurer

Mangelnde Resonanz ist im "Sonnenbad" am Nettesheimer Weg kein Problem: Im ersten Halbjahr 2016 war ein Anstieg der Badegäste um durchschnittlich acht Prozent pro Tag zu verzeichnen, wie Rathaussprecher Elmar Gasten mitteilt. "Das sind für das Personal ganz neue Erfahrungen" , so Gasten. Sollte der Zuwachs anhalten oder sich womöglich gar steigern, könnten die Rekordzahlen von 2007 erreicht werden: Damals kamen wie auch im Folgejahr über 50.000 Gäste in das mehr als vier Jahrzehnte alte Hallenbad. Mit einem kleinen, aber feinen Unterschied zur aktuellen Situation. Seinerzeit waren es vor allem Schulen und Vereine, die für den Aufschwung verantwortlich waren.

Petra Gemmer, seit 1998 Leiterin des "Sonnenbads", erinnert daran, dass damals das Bad in Bedburg geschlossen war und gleich drei dortige Schulen das Rommerskirchener Bad nutzten. Für die heutigen Zahlen indes haben fast durchweg neue Badegäste gesorgt, die während der regulären Öffnungszeiten des Bads präsent sind oder einen Schwimmkursus besuchen. Um durchgängig für Sicherheit sorgen zu können, hat die Gemeinde das Personal aufgestockt. Petra Gemmer kann jetzt auf ein fünfköpfiges Team von Mitarbeiter(inne)n zählen. Ursprüngliche Befürchtungen, das neue Stommelner Hallenbad würde aus Rommerskirchen Badegäste abziehen, sind inzwischen verflogen. "Trotz allem gibt es nach wie vor viele Stommelner, die zu uns kommen", sagt Petra Gemmer. Ihre fast 20-jährige Amtszeit ist die erfolgreichste des zeitweise krisengeschüttelten Bads: Von 25.000 auf durchgängig deutlich mehr als 40.000 sind die Besucherzahlen seither angestiegen. Was viel mit den attraktiven und abwechslungsreichen Programmen des Bads zu tun hat, das auch über eine Liegewiese für den Sommer verfügt.

Damit die Besucherzahlen sich weiterhin positiv entwickeln, überlässt das Team nichts dem Zufall. Das Sonderprogramm für die Ferien bietet neben festen Schwimmerzeiten Spielnachmittage für Kinder, Aquafitness sowie Gymnastik und Schwimmkurse an. "Es ist sehr gut angelaufen", sagt Petra Gemmer mit Blick auf die erste Ferienwoche. Das Engagement des Personals wird laut Elmar Gasten vom Kreisgesundheitsamt gewürdigt. "Dieses lobt regelmäßig Wasserqualität, Sauberkeit und Hygiene", so der Rathaussprecher. Auch wenn das Schwimmbad unvermeidlich ein Zuschussbetrieb bleiben wird, besteht Konsens, es zu erhalten. "Bei uns wechselt kein Grundschüler zu weiterführenden Schulen, ohne Schwimmen zu können", sagt Bürgermeister Martin Mertens, der es selbst im "Sonnenbad" gelernt hat. "Mit mir wird es keine Schließung geben." Dass derart gute Werte erreicht werden würden, war Ende 2015 noch nicht absehbar: Das vergangene Jahr endete wegen eines Rohrbruchs unerfreulich, doch die Zwangspause fürs Bad hielt sich in einem vertretbaren Rahmen: Zwei Wochen benötigten damals die mit der Reparatur des Schwimmbads beauftragten Firmen, um das Bad wieder in Schuss zu bringen.

Quelle: NGZ
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