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Rommerskirchen
"Sparkassen-Spielplatz" ist nun akzeptiert

Rommerskirchen: "Sparkassen-Spielplatz" ist nun akzeptiert
Die beiden vierjährigen Mädchen Viola (l.) und Milla spielen auch gerne auf dem Platz in Frixheim. Um das anfangs sehr umstrittene areal ist inzwischen Ruhe eingekehrt, frühere Klagen sind vom Tisch. FOTO: ANJA TINTER
Rommerskirchen. Die befürchtete Lärmbelastung ist nicht eingetreten. Dem Kreisjugendamt wurden seit 2013 keine Probleme bekannt. Von Sebastian Meurer

Zwei Jahre alt ist der auf dem Gelände des ehemaligen Fußballplatzes angelegte "Sparkassen-Spielplatz". Wenn nicht alle Anzeichen trügen, erfreut er sich auch bei den Anwohnern einer zunehmend größer werdenden Akzeptanz. Klagen sind vom Tisch beziehungsweise im Sinne der Gemeinde entschieden. Und die von einigen Nachbarn 2013 gehegten Horrorvisionen einer gigantischen Chill-Anlage mit anhaltender Lärmbelästigung für die Nachbarschaft haben sich seither auch nicht erfüllt. Weder ist der Kinder- und Jugendspielplatz ein markanter Einsatzort für die Polizei, noch muss hier das Kreisjugendamt Konflikte schlichten, wie es in der Zeit vor der Einrichtung des Platzes häufiger der Fall war.

"Seit es den Spielplatz gibt, haben wir keine Beschwerden bekommen", sagt Michael Hackling vom Kreisjugendamt, das jetzt zur zweiten "Spielplatz-Party" nach Frixheim geladen hatte. Der Einladung waren diesmal deutlich mehr Anwohner gefolgt als noch 2014 - wenngleich die früheren Kläger auch diesmal nicht mitfeiern mochten. Martina Hoschek, bisherige Leiterin des Jugendhauses "Just in" und bis auf Weiteres stellvertretende Vorsitzende des Gemeindejugendrings, verweist darauf, dass auch diesmal Einladungen in allen benachbarten Haushalten persönlich übergeben worden seien. Laut Michael Hackling, der unter anderem mit dem Spielmobil des Jugendamts häufiger an der benachbarten Grundschule Station macht, "wird nachmittags vor allem der Fußballbereich viel genutzt".

Christian Lente, Chef des Gemeindejugendrings, formuliert es kurz und bündig: "Die Kinder haben Spaß, das ist die Hauptsache." Lente hatte federführend die Kundgebung vorbereitet, die am 1. November 2013 angesichts der anhängigen Klage auf dem Platz abgehalten wurde. Auf "die eigentlichen Gewinner" verweist Walter Giesen: Er hatte seinerzeit gemeinsam mit der Ex-CDU-Vorsitzenden Marie-Louise Tepper über 1200 Unterschriften für den Erhalt des Platzes gesammelt. "Letztlich haben dies alles zehn Jugendliche mit Kraft und Einsatz geschafft", würdigt Giesen deren Anteil daran, dass es den Platz überhaupt gibt.

Die jetzige Party fand auch bei den Kindern und Jugendlichen selbst eine gegenüber 2014 gestiegene Resonanz. Christian Lente bemisst dies nach dem "Würstchen-Indikator". Nach knapp drei Stunden waren diesmal die Vorräte am Grill fast aufgebraucht, vergangenes Jahr fiel der Verzehr deutlich geringer aus.

Im Auge behalten werden sollte nach Auffassung manch eines Besuchers die Sauberkeit. CDU-Chef Michael Willmann könnte sich gut eine zweite Mülltonne auf dem Gelände vorstellen. Harry Marquardt, SPD-Ratsmitglied und unmittelbarer Anwohner, hatte zuletzt im Frühjahr einen Disput mit Reitern: Die befanden sich auch schon mal auf dem Hügel des Platzes, wobei die Vierbeiner hie und da auch Pferdeäpfel hinterlassen haben. Marquardts Auffassung, dass Pferde auf dem Platz nichts zu suchen haben, haben sich die Reiter inzwischen wohl angeschlossen - von weiteren Zwischenfällen ist nichts bekannt.

Quelle: NGZ
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