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Rommerskirchen
St. Peter und Paul muss erstmals ohne König gefeiert werden

Rommerskirchen: St. Peter und Paul muss erstmals ohne König gefeiert werden
Das Königspaar Stefan Schmitz und Melanie Pferdehirt dankt beim St. Peter - und Paulfest ab. FOTO: Georg Salzburg
Rommerskirchen. Die St. Sebastianus-Bruderschaft Rommerskirchen hofft, dass sich beim Vogelschuss ein König für 2017/2018 finden wird.

Vor dieser Situation hat die 1425 gegründete St. Sebastianus-Bruderschaft seit Menschengedenken noch nicht gestanden: Beim traditionellen Peter- und Paulfest steht die traditionsreiche Bruderschaft am Wochenende erstmals ohne neues Königspaar da.

Gemeinsam mit den noch älteren Namensvettern aus Nettesheim-Butzheim (offizielles Gründungsjahr 1300) hatten die Rommerskirchener Sebastianer stets den Nimbus, noch ohne König gefeiert zu haben. Beim Vogelschuss 2015 fand sich indes ebenso wenig ein Kronprinz für den bisherigen Bruderschaftskönig Stefan Schmitz wie bei späteren Versuchen. Auch wenn noch keine Krönung stattfindet, könnte sich beim Vogelschuss am Samstagabend ein Kronprinz finden, der dann 2017 den verwaisten Königsthron übernimmt.

König Stefan Schmitz und Königin Melanie Pferdehirt werden beim Fest die Insignien ihrer königlichen Macht wieder abgeben. Um Punkt 12 Uhr eröffnen die Artilleriezüge aus Eckum und Rommerskirchen das Fest. Die dortigen Bürgerschützen stellen wie immer auch das Gros der Truppe, die den abendlichen Umzug bestreitet.

Kurz vor 17 Uhr treffen alle Königspaare aus dem Einzugsbereich der Pfarrgemeinde St. Peter im Pfarrzentrum ein. Eskortiert werden die amtierenden "Royals" aus Rommerskirchen, Eckum, Sinsteden und Vanikum von Obristen, Präsidenten und ihren jeweiligen Wachzügen. Die Festmesse wird Bruderschaftspräses Dechant Monsignore Franz Josef Freericks diesmal bereits um 17 Uhr - eine Stunde früher als gewohnt - als Schützen-Hochamt zelebrieren. Nach dem Gottesdienst in St. Peter marschiert das Regiment zunächst zum Friedhof, wo der Toten gedacht und der Große Zapfenstreich angestimmt wird.

Danach gibt es einen kleinen Umzug, der in eine Parade zu Ehren der versammelten Königspaare mündet. Im Pfarrheim feiert die Bruderschaft dann mit zahlreichen Gästen den Festball, wobei auch die Jubilare geehrt werden.

(S.M.)
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