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Rommerskirchen
Stommelner "Spätzünder" glänzen beim Frixheimer Sommer

Rommerskirchen. Beim Aufbau der Bühne prasselte vormittags der Regen in Strömen vom Himmel, was nicht nur bei Pfarrer Thomas Spitzer ungute Erinnerungen an den Frixheimer Sommer 2014 wachrief. Damals spielten die "Spätzünder" aus Stommeln unermüdlich gegen die Wasserfluten an, von denen sich seinerzeit nur ein kleiner Kern von Besuchern nicht in die Flucht treiben ließ. Am Ende ging diesmal aber wettertechnisch und auch sonst alles gut, wobei der Auftritt der "Spätzünder" für einen bestens gefüllten Garten der Kreuzkirche sorgte. Das ist nicht selbstverständlich. Auch wenn manches Dorf in der Gemeinde deutlich weiter vom Rommerskirchener Ortskern entfernt liegt als Stommeln, wirkt die Kreisgrenze ebenso wie die der Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln in Rommerskirchen vielfach wie eine unsichtbare Mauer.

Obwohl ihr Domizil nur einen Steinwurf von Rommerskirchen entfernt ist, bestritten die immerhin fast 20 Jahre alten "Spätzünder" erst ihr drittes Konzert in der Gemeinde: Neben den beiden Gastspielen im Frixheimer Sommer sind sie auch schon einmal in Vanikum aufgetreten, was Bandleader Horst Hüsgen kurz und treffend mit der "Postleitzahl 5" begründet. Thomas Spitzer hatte bei einem privaten "Grenzübertritt" die Band vor einigen Jahren erstmals live erlebt und war sofort Feuer und Flamme - auch mit Blick auf einen Auftritt in Frixheim. Dort präsentierten sich die Musiker jetzt fast vollzählig: Zwölf von 13 Bandmitgliedern waren im Einsatz und boten erneut einen eindrucksvollen Querschnitt aus ihrem insgesamt gut 200 Lieder umfassenden Repertoire.

Dixieland-Jazz und Swing machen dessen weitaus größten Teil aus, doch am Anfang standen Blas- und Marschmusik. Das macht Horst Hüsgen und seine Freunde noch aus anderen Gründen zu einer gefragten Adresse: Beim Stommelner St. Martins-Zug jedenfalls sind die Blasmusiker der "Spätzünder" eine stets gern gesehene Verstärkung. Auf rund 20 Konzerte im Jahr bringt es die überaus rüstige "Rentnergang", die bei Pfarrfesten und Jubiläen ebenso gastiert wie im Karneval - und halt auch über die Kreisgrenze hinweg agieren. Der letzte Auftritt in Frixheim jedenfalls dürfte es nach dem mit viel Applaus bedachten Konzert nicht gewesen sein.

(S.M.)
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