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Rommerskirchen
Straßen am Steinbrink sollen an frühere Bürgermeister erinnern

Rommerskirchen. Dass das Interesse an den Grundstücken im Neubaugebiet Steinbrink riesig ist, zeigte sich in den beiden vergangenen Wochen, als Bauwillige sogar im Rommerskirchener Rathaus campierten, um sich eines der Areale zu sichern. Der Gemeinderat beschäftigt sich in seiner Sitzung am Donnerstag (27. Oktober, 18 Uhr, Ratssaal) ebenfalls mit dem Thema Steinbrink. Dann sollen die Politiker darüber beraten und entscheiden, welche Namen die sechs Straßen und Wege in dem Neubaugebiet bekommen sollen. 44 Parzellen sind am Steinbrink zur Bebauung vorgesehen.

Die Verwaltung schlägt vor, die Straßen nach verstorbenen Gemeindedirektoren und Bürgermeistern Rommerskirchens zu benennen. Ein Stichweg soll zudem an einen beeindruckenden römisch-fränkischen Fund der Archäologen erinnern. Das geht aus dem Beratungspapier für die Ratssitzung hervor.

Die "Bürgermeisterallee" soll vor diesem Hintergrund die Hauptverbindungsstraße darstellen. Von ihr könnten der "Helmut-Dunkel-Weg" (Bürgermeister der Gemeinde Rommerskirchen zwischen 1975 und 1979), der "Heinz-Faller-Weg" (Verwaltungschef zwischen 1979 und 1989), der "Josef-Wolter-Weg" (Bürgermeister zwischen 1991 und 1999) und der "Alfred-Brinkmann-Weg" (Gemeindedirektor zwischen 1975 und 1991) abgehen.

Für den verbleibenden Stichweg empfiehlt die Verwaltung den Namen "Romaricusweg". Der Name der Gemeinde Rommerskirchen stammt vermutlich von einem römisch-fränkischen Gutsherrn namens Romaricus, der auf seinem Grund eine Kirche errichtete, deren Reste bei Grabungen an der jetzigen Pfarrkirche St. Peter gefunden wurden. Da sich am vorgesehenen "Romaricusweg" die Überreste einer stattlichen römischen Villa Rustica befinden, die aus Zeiten des Romaricus stammt und Romaricus im weitesten Sinne der erste "Bürgermeister" der Gemeinde gewesen sei, biete sich diese Namensgebung an, argumentiert die Verwaltung.

(ssc)
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