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Die Stunt-Schule "Movie-Kids" war in Evinghoven
Stunt-Frau brachte "Kids" Kniffe bei

Die Stunt-Schule "Movie-Kids" war in Evinghoven. Zwei Wochen lang war jetzt die Stunt-Schule "Movie-Kids" in der alten Evinghovener Schule an der Widdeshovener Straße untergebracht. Nachdem die dortigen Räumlichkeiten nun wieder von der dort untergebrachten Feuerwehr, beziehungsweise dem Tanzverein genutzt werden, sucht Manfred Kaufmann, der Leiter der "einzigen Stunt-Schule für Kinder in Europa" eine dauerhafte Bleibe - und zwar nach Möglichkeit innerhalb des Kreisgebiets Neuss. Die bekannteste Stunt-Frau Deutschlands, Tania de Went, zeigte den Kindern beim Dreh, wie sie Angreifer in die Flucht schlagen können. NGZ-Foto: H. Jazyk

Die Zustimmung, die ihm hier entgegen gebracht worden sei, habe er jedenfalls "in Düsseldorf noch nicht erlebt", vergleicht Kaufmann seine Erfahrungen. Nicht mehr in Frage kommt für ihn denn auch die Rückkehr in die Landeshauptstadt, in der die vor drei Jahren gegründete Stunt-Schule bislang ansässig war. "Mit Düsseldorf bin ich fertig", meint Kaufmann mit Blick auf eine Odyssee , die es mit nicht weniger als fünf Umzügen binnen drei Jahren und der Besichtigung von rund 40 potenziellen "Standorten" für die Schule wirklich in sich hat.

Vermieter (un-)geeigneter Hallen spielen dabei ebenso eine Rolle, wie Nachbarn, die sich gestört fühlen. Vor allem gilt dies jedoch für die dortigen Ordnungsbehörden, die den bis dato letzten Standort der Schule in Düsseldorf-Heerdt kürzlich "ohne Vorwarnung dicht gemacht" haben, wie Kaufmann sagt. Guter Rat war dabei ebenso teuer , wie er schnell geschaffen werden musste. Das Sommer-Stunt-Camp war gefährdet, für die teilnehmenden Jungen und Mädchen musste eine neue Unterkunft gefunden werden. Laut Manfred Kaufmann waren "40 Kinder zu evakuieren", die zum Teil in einer Jugendherberge in Oberkassel untergebracht wurden, oder aber auf Vermittlung von Andrea Petersen vom dortigen Tanzverein in Evinghoven eine provisorische Bleibe fanden.

Umso weniger Verständnis für die Steine, die ihm in Düsseldorf in den Weg gelegt worden seien, hat Manfred Kaufmann, wenn er auf seine durchaus ansehnlichen Referenzen verweist. Seit ihrer Gründung 1999 hätten 8.000 bis 9.000 Kinder bei den von der Stunt-Schule angebotenen Projekten mitgewirkt. Die Zusammenarbeit mit Jugendämtern etwa, die auch so genannte "Problemkinder" an Kaufmanns Stunt-Schule "Movie-Kids" vermittelt hätten, habe ebenso reibunglos funktioniert, wie die mit Schulen und Ärzten. Rückdeckung erhält er auch von Tanja de Went, der wohl prominentesten Stunt-Frau Deutschlands, die schon wiederholt mit "Movie-Kids" zusammengearbeitet hat.

Mit einem Filmteam von Pro 7 war sie jetzt in Evinghoven und bereitete knapp 15 Jungen und Mädchen auf die anschließend gedrehten Kampfszenen vor. Auch wenn die Dreharbeiten wegen des anhaltenden Dauerregens nicht, wie eigentlich vorgesehen, auf dem Schulhof stattfinden konnten, tat dies der guten Laune bei den Nachwuchs-Schauspielern nicht den mindesten Abbruch. Neben dem "Kampfschrei", der unter Ohren betäubendem Lärm geprobt wurde, brachte Tanja de Went den lernbegierigen Stunt-Schülern auch noch den einen oder anderen nützlichen Kniff bei, mit dem sich auch im wirklichen Leben Angreifer in die Flucht schlagen lassen.

Für Manfred Hausmann gilt es jetzt, so schnell wie möglich einen Sponsor für den Umzug seiner Stunt-Schule zu finden und einen Vermieter von wirklich geeigneten Räumlichkeiten, der sich zudem durch "Verständnis für Kinder" auszeichnen sollte - eine Eigenschaft, die Kaufmann angesichts seiner bisherigen Erfahrungen leider hat vermissen müssen. S. M.

Quelle: NGZ
 
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