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Rommerskirchen
Sturm-Prognose kostete viele Zuschauer

Rommerskirchen: Sturm-Prognose kostete viele Zuschauer
Bei großen wie kleinen Jecken im Zug herrschte gute Laune. Am Straßenrand war allerdings deutlich weniger los als in Anstel gewohnt. FOTO: A. Tinter
Rommerskirchen. 400 Teilnehmer sorgten für einen der größten Rosenmontagszüge in Anstel überhaupt. Wind und Regen sorgten jedoch für einen heftigen Schlag ins Kontor: So schwach wie gestern war der Zuschauerzuspruch lange nicht. Von Sebastian Meurer

Windig war es, doch um 11.11 Uhr hat es nicht geregnet und während des pünktlich gestarteten Umzugs der Karnevalsgesellschaft (KG) "Ansteler Burgritter"auch nicht. Anders als die aktiven Jecken auf der Piste hatte sich beim gestrigen Rosenmontagszug indes ein Großteil ihres seit Jahrzehnten eigentlich gewohnten Publikums von den überaus ungünstigen Wetterprognosen abschrecken lassen. Allenfalls ein Drittel der sonst den Straßenrand säumenden Zuschauer fand sich diesmal zu dem Spektakel ein, mit dem traditionell der Karneval am Gillbach auszuklingen beginnt.

Diejenigen, die sich von den Wetterfröschen nicht hatten beeindrucken lassen, wurden dafür mit umso reicherer "Kamelleausbeute" entschädigt. 20 Gruppen, die meisten davon zu Fuß, waren auf der Wasserburgstraße, am Langen Berg und kurz auch auf einem Teilstück der Bundesstraße 477 unterwegs. Für Burgritterchef Jörg Sauer zeigt dies die "steigende Resonanz" auf den Ansteler Karneval. Beim Rosenmontagszug konnten die Burgritter auf zahlreiche bewährte Kräfte bauen, die schon seit vielen Jahren zur Stammbesetzung zählen. Dies gilt für die "Gillbacher Spitzebötzcher" um Beatrice Bohné ebenso wie für die "Wilde (Hunnen-) Horde" von Marion Kirch-Angst oder auch die KG "Ärm Söck" vom Delhovener Blechhof, die diesmal gemeinsam mit den "Delhovener Hunnen" von Uwe Augstein die auswärtigen Gäste repräsentierten. Erstmals im Rosenmontagszug dabei waren die "Crazy Horses" um Monika Bogitzky und Jörg Peters' "Gillbacher Paradiesvögel".

Den letzten großen Höhepunkt ihrer seit November währenden Amtszeit erlebten noch einmal die Tollitäten der Gemeinde, die an Weiberfastnacht erfolgreich das Rathaus gestürmt hatten. Prinz Simon Leven und Prinzessin Alicia Schwantes von der KG Rut-Wieß fuhren erneut mit dem großen Prinzenwagen der Rommerskirchener Jecken. Prinz Winfried Böhm, Bauer Bernd Böhm und Jungfrau Daniel ("Daniela") Klausing präsentierten erstmals auf heimischem Terrain den neuen Wagen der Burgritter.

Die luden nach dem Zug wieder zum fröhlichen Humpenschwingen in die Schützenhalle ein. Dort konnte Jörg Sauer auch das Dreigestirn für die neue Session bekannt geben. "Dass sich schon lange vor Rosenmontag drei Kandidaten bereiterklärten, habe ich noch nicht erlebt", zeigte sich Sauer ebenso erstaunt wie erfreut. Neuer Prinz soll demnach Hermann Samuels werden, der 2007/2008 bereits als Bauer den Dreschflegel schwang. Diese Rolle übernimmt in der Session 2016/2017 Dieter Hilgers, ehemaliger Ansteler Schützenkönig und seit langem Vizepräsident der St. Sebastianus-Bruderschaft. Als Jungfrau tritt Heinz-Josef Nikolei an, der 2012/2013 als Bauer dem damaligen Dreigestirn angehörte.

Proklamiert wird das Trio wie immer im November. Gewiss ist schon jetzt, dass die bisherigen Amtsinhaber hohe Maßstäbe für ihre Nachfolger gesetzt haben. Ungeachtet der diesmal ganz besonders kurzen Karnevalssession haben die drei gut 65 Termine wahrgenommen.

Quelle: NGZ
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