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Rommerskirchen
Tabak-Werbeverbot: Grüne dafür, FDP dagegen

Rommerskirchen. Mit ihrem Antrag, in Rommerskirchen die Tabakwerbung zu verbieten, ist die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bei der Verwaltung offensichtlich offene Türen eingelaufen.

Nicht nur, dass Deutschland das einzige europäische Land sei, "in dem noch uneingeschränkte Außenwerbung für Tabak erlaubt ist", stört die Grünen. Auch die Tatsache, dass "das Verbot der Tabakaußenwerbung wie auf wundersame Weise aus dem Koalitionsvertrag verschwunden ist", hat Norbert Wrobel offensichtlich zu der Verbotsinitiative in Sachen Tabakwerbung bewogen.

Tabakwerbung könnte die Gemeinde nur auf eigenen Werbeflächen verbieten, doch die hält sie Ordnungsamtsleiter Hans Knelleken zufolge nicht vor. Bei Sonderaktionen, wie etwa Anträgen für Plakatierungen im öffentlichen Straßenraum, "wird grundsätzlich darauf geachtet, dass keine Tabakwerbung genehmigt wird", betont Knelleken.

Kritik an Bündnis 90/Die Grünen kommt lediglich von der FDP: "Das ist die Ideologie der Grünen: Den Menschen vorschreiben zu wollen, wie sie ihr Leben zu leben haben", merkt Stephan Kunz, Partei- und Fraktionschef der Liberalen, bissig an. Sein Standpunkt: "Wir sind nicht die Erziehungsberechtigten der Bürger. Wir setzen auf die Eigenverantwortung und Mündigkeit jedes Einzelnen. Deshalb: Ein Werbeverbot für ein legales Produkt lehnen wir ab."

(S.M.)
 
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