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Rommerskirchen
Tagesstätten erhalten bei Inklusion nun Kindpauschale

Rommerskirchen. Die Inklusion behinderter Kinder in den Tagesstätten der Gemeinde wird auf neue Füße gestellt. Möglich macht dies eine Änderung der Finanzierung. So zahlt der Landschaftsverband Rheinland künftig nicht mehr für integrative Gruppen, sondern finanziert die Plätze quasi "unmittelbar".

Nach den Worten der zuständigen Amtsleiterin Monika Lange hat dies zur Folge, "dass grundsätzlich in allen Einrichtungen Kinder mit wesentlichen Behinderungen aufgenommen werden können". Bislang hatte hier die Ansteler Tagesstätte "Abenteuerland" eine Vorreiterrolle. Deren integrative Gruppe wurde jedoch angesichts der Neuregelung im vergangenen Sommer in eine Regelgruppe umgewandelt.

Den Trägern der Tagesstätten steht eine Kindpauschale in Höhe von mehr als 16.400 Euro zur Verfügung. Zum Vergleich: Bei nicht behinderten Kindern liegt die Pauschale - abhängig von der wöchentlichen Buchung - zwischen 3500 und 7500 Euro. Zusätzlich gibt es vom Landschaftsverband eine freiwillige Pauschale in Höhe von 5000 Euro pro Kind. Hieraus müssen dann zusätzliche Stunden für Fachkräfte finanziert werden. De facto geht es dabei um vier Stunden in der Woche.

Aktuell werden im "Abenteuerland" drei Kinder mit einer bereits vorhandenen oder einer drohenden Behinderung betreut. Den Rommerskirchener Kindergarten "Sonnenhaus" besucht seit 2014 ein behindertes Kind.

(S.M.)
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