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Rommerskirchen
"The Mrs. Great" bleibt unverwüstlich

Rommerskirchen: "The Mrs. Great" bleibt unverwüstlich
Die Rockband "The Mrs. Great" begeisterte die Zuschauer beim Auftakt zum "Frixheimer Sommer". Sie spielten Songs der 60-er und frühen 70-er Jahre. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Die wohl älteste Rockband der Region legte zum Auftakt des "Frixheimer Sommers" drei Stunden lang los. Der Garten der Kreuzkirche war gut gefüllt - die Besucher erlebten gut aufgelegte "letzte 68-er" auf der Bühne. Von Sebastian Meurer

"Great Band, Great Day, The Mrs Great", zeigte sich Pfarrer Thomas Spitzer am Ende des ersten Konzerts im Frixheimer Sommer begeistert. Womit er im bestens gefüllten Garten der Kreuzkirche nicht allein stand: Ziemlich genau drei Stunden lang zog die wohl älteste Rockband der Region alle Register und unternahm mit dem Publikum einen musikalischen Ausflug in die späten 1960-er und frühen 1970-er Jahre.

Damals war die Hochphase von Norbert Schultheis, Dr. Winfried Bonk (beide Gitarre), Bassist Wilfried Weitz, Keyboarder Peter Faller und Schlagzeuger "Sir" Toni Logtenberg. 1968 im Wohnzimmer des späteren Rommerskirchener Bürgermeisters Heinz Faller von dessen Sohn Peter und seinen Freunden gegründet, avancierte "The Mrs. Great" zu einer der bekanntesten - und am besten bezahlten - Bands im weiten Umkreis.

Bei den damaligen "Beatbällen" der Schützenfeste waren sie ebenso erste Wahl wie bei den Karnevalsbällen im Grevenbroicher Sterne-Restaurant "Zur Traube". Warum das so war, demonstrierten die zeitweilig durch Petra Roeder und Michael Dorp ergänzten "letzten 68-er" jetzt in Frixheim mit Songs von Dylan, den Doors, den Animals und vielen anderen.

Für Thomas Spitzer jedenfalls ist "The Mrs. Great" auf Anhieb in der Kategorie "Dürfen sofort wiederkommen" gelandet - was absolut auf Gegenseitigkeit beruht. "Wir würden hier gern noch einmal spielen", meinte Wilfried Bonk nach dem Konzert, worin ihm Toni Logtenberg, langjähriger Präsident der Schützen aus Ramrath und Villau, zustimmte.

Nach jahrzehntelanger Pause hatte sich die Band 2008 in ihrer Stammbesetzung neu formiert und spielt seither bei ausgewählten Gelegenheiten wie etwa dem 150-Jahr-Jubiläum des Grevenbroicher Erasmus-Gymnasiums 2011: Das hatten die Musiker einst besucht, als es noch Kreisgymnasium hieß. "Ein bis zwei mal im Jahr" tritt die in Kirchherten probende Band Logtenberg zufolge höchstens noch auf.

In jedem Fall feiern will "The Mrs. Great" ihr goldenes Bühnenjubiläum, "natürlich auf unserem Kiez", wie Winfried Bonk mit Blick auf den Raum Grevenbroich/Rommerskirchen sagt. Bonk selbst will schon in zwei Wochen wieder beim Frixheimer Sommer sein, ist er doch Fan von "Tune up", wo Norbert Schultheis seit Jahren aktiv ist, der auch das Gastspiel von "The Mrs. Great" arrangiert hat.

Das war mit Ausnahme des "Startup"-Konzerts in Widdeshoven 2008 übrigens der erste Auftritt am Gillbach seit dem zweiten Weihnachtstag 1970: Den im einst berühmt-berüchtigten "Dreieck" von der damaligen Ansteler Dorfjugend lauthals geforderten Song von Tony Sheridan hatte "The Mrs. Great" zwar auch diesmal nicht im Repertoire. Eine handfeste Schlägerei wie damals blieb jedoch im Pfarrgarten selbstverständlich aus, und Winfried Bonk landete nun auch nicht mit gebrochener Nase im Krankenhaus.

Quelle: NGZ
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