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Rommerskirchen
UWG und Grüne fordern von RWE geringeren Quecksilberausstoß

Rommerskirchen. Als mehr oder weniger unmittelbare Nachbarn der RWE-Power- Kraftwerke in Frimmersdorf und Niederaußem sind die Rommerskirchener von deren Emissionen direkt betroffen. UWG und Bündnis 90/Die Grünen haben jetzt im Gemeinderat und im Planungs- und Umweltausschuss des Kreistags eine Initiative gestartet, die auf eine Senkung des Quecksilberausstoßes hinauslaufen soll.

Eingehend diskutiert wird die komplexe Problematik am 10. März im Ratsausschuss für Bauangelegenheiten, Natur und Umwelt. Auf Vorschlag der Verwaltung sollen dabei auch Experten hinzugezogen werden. Die UWG erwartet von RWE Power nach den Worten der Fraktionsvorsitzenden Ulrike Sprenger "freiwillige Maßnahmen zur Reduzierung des Quecksilberausstoßes", während die Grünen hierfür auch an Landrat Hans-Jürgen Petrauschke in seiner Eigenschaft als Aufsichtsrat des Energieriesen appellieren.

Angesichts der bisherigen Belastungen "sind wir umso besorgter, dass Maßnahmen der Giftreduzierung von den Kraftwerksbetreibern aus Kostengründen nicht umgesetzt werden", so Ulrike Sprenger. Die UWG hofft für eine durchgreifende Lösung auf den Bundestag: "Wir erwarten vom Gesetzgeber schnellstens eine Reduzierung der Grenzwerte, damit unsere Gesundheit nicht noch weiter unter den Emmissionen leiden muss", heißt es in dem Antrag der Wählergemeinschaft.

Der am 29. Februar tagende Planungs-und Umweltausschuss des Kreistags soll sich sogar dafür aussprechen, "den Rhein-Kreis Neuss zu einer Modellregion für die Verringerung von Quecksilber-Emissionen zu machen." RWE soll aufgefordert werden, "freiwillig über die wenig ambitionierten und darum auch eingehaltenen Grenzwerte für Quecksilber hinauszugehen", heißt es weiter. Die Grünen plädieren dabei für eine Nachrüstung der in Betrieb befindlichen Kraftwerke mit Quecksilber-Abscheidungstechniken nach US-amerikanischem Standard.

(S.M.)
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