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Rommerskirchen
Venloer Straße soll 40er-Zone werden

Rommerskirchen. Weil für eine Ausweitung von Tempo 30 die Ortsdurchfahrt aufwendig umgebaut werden müsste, wollen Politik und Verwaltung nun wieder Fahrradschutzstreifen einführen, um eine Geschwindigkeitsreduzierung zu ermöglichen. Von Bernd Rosenbaum

Seitdem die Venloer Straße 2009 dank der neuen Ortsumgehung keine Bundesstraße mehr ist, sondern nur noch Gemeindestraße, versuchen Anwohner und Politik, den Pkw- und Lkw-Verkehr dort auszubremsen. Nun scheint die Gemeinde einen Weg gefunden zu haben, die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb der Ortslage Rommerskirchen von derzeit 50 Kilometern pro Stunde wenn schon nicht auf durchgängig 30, so doch zumindest auf 40 zu begrenzen. Möglich werden soll das durch die Wiedereinführung von Fahrradschutzstreifen.

Schon im Jahr 2014 wurde ein etwa 200 Meter langes Straßenstück auf eine Maximalgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde reduziert. Dazu wurden zwischen Markt und Giller Straße eine Einengung geschaffen sowie ein Parkstreifen und ein Fahrradschutzstreifen angelegt.

So mancher Bürger sähe es aber wohl am liebsten, wenn auf der gesamten Venloer Straße Tempo 30 gelten würde. Seit über einem Jahr versucht die Verwaltung nun, Wege zu finden, um diese Ausweitung zu ermöglichen. Doch das Straßenverkehrsamt des Rhein-Kreises Neuss knüpft an die Ausweitung der Tempo-30-Zone hohe Auflagen. So müsste dort zukünftig durchgängig "rechts vor links" gelten, die Straßenbreite von derzeit bis zu acht Metern müsste durch bauliche Veränderungen deutlich reduziert werden, damit die Autofahrer ein "Zonenbewusstsein" erlangen könnten, wie Amtsleiter Christian Bromm schon vor einem Jahr betonte. Ein Umbau hätte die Anlieger aber bis zu 500.000 Euro gekostet, was von einer Bürgerinitiative abgewendet werden konnte.

Jetzt hat die Verwaltung im Verkehrsausschuss am Donnerstagabend vorgeschlagen, das Ziel Tempo 30 zunächst fallen zu lassen und stattdessen immerhin eine - kostengünstige - Reduzierung auf Tempo 40 anzustreben.

Möglich werden soll das durch die Aufbringung von Fahrradschutzstreifen vor und hinter der Tempo-30-Zone. Dann würde das Straßenverkehrsamt eine Rückstufung in diesen Bereichen auf 40 Kilometer pro Stunde genehmigen und sogar einer Verlängerung des Tempo-30-Bereichs bis hinter die bestehende Fußgängerampel zustimmen. Allerdings wäre dann das Parken auf der gesamten Venloer Straße nicht mehr zulässig, wohl aber nach wie vor auf den schon jetzt eingerichteten Parkstreifen. Derzeit würden jedoch nur wenige Autofahrer diese Parkmöglichkeit auf der Straße nutzen, so dass sich für diese die Einschränkungen in Grenzen hielten, erklärte die Verwaltung.

Entsprechend folgte der Ausschuss einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung und beschloss, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben und bei positiven Ergebnissen umsetzen zu lassen. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Maßnahme inklusive Aufbringen der neuen Fahrbahnmarkierungen und Aufstellen von zusätzlichen Straßenschildern höchstens 7000 Euro kostet.

Quelle: NGZ
 
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