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Rommerskirchen
Weniger Einbrüche am Gillbach

Rommerskirchen: Weniger Einbrüche am Gillbach
Bezirkspolizist Ralf Hoffmann wirbt für verstärkte Sicherung von Häusern und Wohnungen. Einbrecher hätten oft allzu leichtes Spiel, weiß er aus langjähriger Erfahrung. FOTO: NGZ-Foto Georg Salzburg
Rommerskirchen. Die Zahl der Einbrüche während der "dunklen Jahreszeit" ist von 46 auf aktuell 39 zurückgegangen. Bezirkspolizist Ralf Hoffmann empfiehlt Bürgern, sich von den Experten des Kommissariats Vorbeugung beraten zu lassen. Von Sebastian Meurer

Für eine Überraschung sorgte jetzt Polizeihauptkommissar Ralf Hoffmann, Bezirksbeamter der Kreispolizeibehörde, im Sicherheitsausschuss des Rats. Demnach ist die Zahl der Einbrüche im Gemeindegebiet während der "dunklen Jahreszeit" von Oktober 2015 bis zum jetzigen April gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014/2015 gesunken. Aktuell verzeichnete die Polizei 39 Einbrüche, während es vor einem bis anderthalb Jahren noch 46 waren, "die Tendenz ist gefallen", so Hoffmann.

Was nicht allein die Ausschussmitglieder unabhängig von ihrer politischen Couleur erstaunte: Immerhin sind die Einbruchzahlen in NRW ja insgesamt während des genannten Zeitraums deutlich angestiegen. Hinzu kommt, dass manch ein Bürger in der Gemeinde die Situation in den vergangenen Monaten als so brenzlig empfunden haben mag wie lange nicht. Auch wenn es die von Einbrüchen Betroffenen nicht tröstet, spielt hier die auch von Ralf Hoffmann jetzt wieder angesprochene Schwere zwischen subjektivem Sicherheitsgefühl und der tatsächlichen Bedrohungslage eine Rolle. Der Bezirkspolizist hat sich daher auch noch älteres Material angesehen: "Im April 2013 war die Zahl der Einbrüche deutlich höher", sagte er im Ausschuss.

Dass das subjektive Sicherheitsgefühl vielfach schlechter ist als die objektive Lage, hat sicher viele Ursachen: Eine davon könnte für Hoffmann darin liegen, dass sich beispielsweise im Januar binnen nur weniger Tage mehrere Einbrüche innerhalb des Rommerskirchener Ortskerns ereignet haben. Ein weiterer Aspekt mag die Tatsache sein, dass viele Täter nicht gefasst werden: "Die Aufklärungsquote ist leider Gottes nicht sehr hoch", so Ralf Hoffmann. "Wir müssen mit den Tätern technisch gleich ziehen", lautet für ihn eine hieraus zu ziehende Konsequenz.

Auch in Sachen Flüchtlinge nahm Hoffmann Stellung: In puncto Straftaten "sind die Flüchtlinge in Rommerskirchen absolut unauffällig", betonte der Bezirkspolizist.

Ungeklärt sind Ralf Hoffmann zufolge die Zerstörungsaktionen an Buswartehäuschen. Deren Glasscheiben sind ihm zufolge womöglich mithilfe von "Zwillen" demoliert worden. Bei dieser Form des Vandalismus handelt es sich offensichtlich keineswegs um ein reines Rommerskirchener Phänomen. Während auch in Grevenbroich kurz nach Ostern ähnliche Zerstörungen registriert wurden, gilt dies wohl auch für die Nachbarstadt Dormagen: Wie Harry Marquardt (SPD) berichtete, sind Glasscheiben an Bushaltestellen auch zwischen Knechtsteden und Straberg zertrümmert worden.

Auch Schrotthändler, die lange Zeit weit über die Gemeinde hinaus durch nervtötende "Erkennungsmelodien" aufgefallen sind, erfreuen sich verstärkten polizeilichen Interesses. Schrotthandel ohne Erlaubnis des Kreises ist ohnehin verboten. Auch wenn bei Kontrollen keine Straftaten registriert werden können, fällt zuweilen eine Vielzahl von "Knöllchen" an, wie Hoffmanns Bericht zu entnehmen war.

Quelle: NGZ
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