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Rommerskirchen
Wilder Müll an vielen Ecken

Rommerskirchen: Wilder Müll an vielen Ecken
Eifrige Saubermänner in Frixheim: Wilfried Möller, Norbert Piepenburg und Theo Peschen. Wilde Müllkippen gab es im gesamten Gemeindegebiet. FOTO: H. Jazyk
Rommerskirchen. Die "Saubermänner" der Gemeinde hatten am "Dreck-weg-Tag" allerhand zu tun. Fazit: Es musste wieder deutlich mehr Müll entfernt werden als in den vergangenen Jahren. Ein Ärgernis sind alte Reifen. Von Sebastian Meurer

"Fit für den Frühling" machten jetzt mehr als 900 Beteiligte das Gemeindegebiet. Fast 700 Jungen und Mädchen aus den Schulen und Kindergärten waren schon vergangene Woche unterwegs, zum großen Finale rückten nun mehr als 200 Erwachsene aus, um den Müll anderer Leute zu entsorgen.

Besonders rege war die Beteiligung beim Frixheimer Kindergarten "Pusteblume", wo neben 30 Kindern 37 Eltern sich an der Müllsammlung beteiligten. Schon zuvor war auch der Bauhof im Einsatz: "Den ganzen Bahndamm entlang hat Abfall entsorgt werden müssen", berichtet Hans Schumacher, der im Rathaus für die Koordination des inzwischen elften Umwelttags verantwortlich war.

Couchgarnituren, Toiletten, Waschbecken und Farbeimer waren abzutransportieren und auch alte Traktorreifen gehörten zu den Fundstücken. Der allgemeine Trend: Nachdem sich die Lage an der "Müllfront" in den vergangenen Jahren zumindest etwas entschärft hatte, war diesmal wieder deutlich mehr zu entsorgen. "Voriges Jahr waren wir überrascht, wie wenig wir gefunden haben, aber was wir jetzt gesammelt haben, war die wahre Wonne", beschreibt Hans Beckers die Situation, der mit den Schützen und den Jägern aus Hoeningen auf Tour war.

Besonders alte Autoreifen wurden an vielen Stellen des Gemeindegebiets gefunden, "wildeste" aller wilden Müllkippen war dabei einmal mehr der Bahndamm. Nachhaltig entspannt hat sich dagegen offensichtlich die Situation in Vanikum, wo der Förderverein und die Schützenjugend unter Leitung des amtierenden Königs Maik Kossler ausgerückt waren: "Es hielt sich in Grenzen", lautet das Fazit von Uwe Wiegelmann.

Zuhauf gefunden wurden allerdings "Tretminen": Viele Spazierwege waren Haiko Schäben zufolge von Hundekot übersät. Darüber hinaus wurden im Bereich Vanikum viele zerstörte Papierkörbe registriert. Dennoch sei es in den vergangenen Jahren schon einmal schlimmer gewesen, beschreiben die Vanikumer Ehrenamtler ihre Beobachtungen. Während die St. Sebastianus-Bruderschaft Nettesheim-Butzheim unter anderem die Wegekreuze gesäubert hat, war der Turnverein Rommerskirchen wieder einmal am schon "klassischen" Schandfleck der Gemeinde, dem Eckumer Bahnhof zugange.

Bürgermeister Albert Glöckner freut es besonders, dass der Umwelttag "inzwischen schon institutionalisiert" sei. Kein Zweifel kann Glöckner zufolge daran bestehen, dass es sich um mehr als eine bloß symbolische Aktion handelt, denn nach dem "Gemeindeputz" hält dier Sauberkeit in der Gemeinde doch einige Zeit an.

Quelle: NGZ
 
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