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Rommerskirchen
Wirtschaftswege:Die Bürger haben das Wort

Rommerskirchen: Wirtschaftswege:Die Bürger haben das Wort
Verbesserungsbedarf: Ortslandwirt Karl Schütz an einer Stelle, wo der Wirtschaftsweg zur Schotterpiste wird. FOTO: A. TINTER
Rommerskirchen. Ab kommenden Montag soll öffentlich über das neu zu erstellende Konzept für die Wirtschafts- und Freizeitwege diskutiert werden. Von Sebastian Meurer

Die Wege in und zwischen den Feldern der Gemeinde sind inspiziert, ein erster Vorentwurf für die Erstellung eines Wirtschaftswegekonzepts liegt vor. Kommende Woche soll nach Auskunft von Rathaussprecher Elmar Gasten die Öffentlichkeit einbezogen werden. Konkret bedeutet dies, dass wohl insbesondere die Landwirte das Wort haben werden. Was jedoch keineswegs ausschließlich gilt: Eingeladen sind alle Bürger, die an der Gestaltung der Wirtschafts- und Freizeitwege Interesse haben, darunter auch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC). Geplant sind drei öffentliche Veranstaltungen im Rathaus.

Auftakt ist bereits kommenden Montag, wenn es um die Wege in den Gemarkungen Hoeningen und Oekoven geht. Am 6. September stehen die Wege in der Gemarkung Rommerskirchen zur Diskussion, und am 7. September geht es um die Gemarkungen Frixheim-Anstel und Nettesheim-Butzheim. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. "Es sind alle aufgerufen, ihre Meinung zu dem Vorschlag zu sagen", betont Ortslandwirt Karl Schütz.

Ausgearbeitet hat den jetzt zur Diskussion stehenden "Konzeptentwurf" das Büro "Ge-Komm" (Gesellschaft für kommunale Infrastruktur). Das Vorhaben wird vom Land NRW mit Mitteln der Europäischen Gemeinschaft zu 75 Prozent gefördert. Bei der Umsetzung ist Eile geboten: Bis Ende Oktober muss das endgültige Konzept vorliegen, sonst verfällt nämlich die Förderung. Wie Bürgermeister Martin Mertens deutlich macht, "ist die Gemeinde Rommerskirchen eine von insgesamt nur zwei Kommunen im gesamten Regierungsbezirk Düsseldorf, die entsprechende EU-Fördermittel für ein solches Vorhaben erhalten". Für den Verwaltungschef wie für die Landwirtschaft handelt es sich allein schon angesichts der Ausmaße des Netzes um ein wichtiges Ziel, ein solches Wirtschaftswegekonzept zu erstellen. "Landwirte sind auf ein gutes Wirtschaftswegenetz angewiesen. Wir werden uns konstruktiv an der Diskussion beteiligen", sagt der stellvertretende Ortslandwirt Hubertus Velder. "Wir hoffen auf einvernehmliche Lösungen, damit das Wegenetz der Gemeinde Rommerskirchen fit gemacht wird für die Zukunft", so Velder. Er ist ebenso wie Karl Schütz "gespannt, wie die Diskussionen verlaufen werden". Velder spricht sich für eine aktive Beteiligung an der endgültigen Erstellung des Konzepts aus: "Eine Verweigerungshaltung wäre für alle Beteiligten nicht zielführend", betont Hubertus Velder.

Möglichkeiten der Mitsprache gibt es auch online: Über das Bürgerdialogportal www.wirtschaftswegekonzept.de der Ge-Komm GmbH kann sich jeder ständig über das Projekt informieren und nach einmaliger Registrierung dort auch Kommentare verfassen.

"Momentan ist alles ergebnisoffen", hatte Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert bereits vor der Besichtigung der Wege vor einigen Monaten deutlich gemacht. Elmar Gasten bekräftigt dies nachdrücklich mit dem Hinweis, dass es sich aktuell lediglich um einen Entwurf handele und nicht um das fertige Konzept.

Quelle: NGZ
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