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Rommerskirchen
Wohnungen in Bahnhofsnähe geplant

Rommerskirchen: Wohnungen in Bahnhofsnähe geplant
Nach 2020 könnte das Bahnhofsviertel in Eckum völlig anders aussehen. Geplant sind dort Mietwohnungen in verdichteter Bauweise. Offen ist einstweilen, in wessen Regie die Entwicklung erfolgen soll. FOTO: Lothar Berns
Rommerskirchen. Private Investoren arbeiten bereits an Konzepten für eine Bebauung des Areals zwischen Bahnhof und Steinbrink. Einem der Eigentümer ist es besonders wichtig, dass der Baustoffhandel an der Bahnstraße erhalten bleibt.

Das Areal zwischen Bahnhof und der Straße "Am Steinbrink" soll mittelfristig ein völlig neues Gesicht erhalten. Geplant ist eine komplett neue Bebauung des Bahnhofsviertels, wie Bürgermeister Martin Mertens zu Jahresbeginn sagte. Die neuen Perspektiven locken verschiedene Interessenten. Ein Kölner Investor und das Planungsbüro VT Projektbau Vieten aus Jüchen etwa erarbeiten derzeit ein Konzept für Geschosswohnungsbau in diesem Bereich. "Die optimale Verkehrsanbindung in Richtung Mönchengladbach und Köln eröffnet gute Vermarktungsmöglichkeiten. Es sind im Wesentlichen barrierefreie Mietwohnungen geplant", sagt Architekt Michael Vieten. Die Gemeinde kennt die Pläne. Auch wenn ein für gestern geplantes Gespräch kurzfristig abgesagt worden ist, läuft der Abstimmungsprozess

Was einem der beteiligten Grundstückseigentümer, der nicht genannt werden möchte, besonders wichtig ist: Der vor drei Jahren dort eröffnete Baustoffmarkt der Firma Pick soll an dieser Stelle erhalten bleiben: Sein Mietvertrag läuft noch fünf Jahre. Gleichwohl haben weder er noch Vieten Probleme damit, wenn der Baustoffhandel an der Bahnstraße mit überplant wird. Zumindest mit der Erschließung lasse sich dann schon beginnen, so Michael Vieten. Sowohl die Eigentümer als auch Vieten betonen das gute Einvernehmen mit dem Rathaus und dessen Baudezernat. In Düsseldorf sei man unlängst gemeinsam bei der Energie-Agentur NRW vorstellig geworden, um sich über die Möglichkeiten zu informieren, das Neubaugebiet in spe als sogenannte "Klimaschutzsiedlung" zu konzipieren. Geklärt werden muss, in wessen Regie das Baugebiet entwickelt werden soll.

Laut Carsten Friedrich, Chef des Amts für Grundstücksmanagement, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Zu einen wäre da die vielfach geübte Praxis, dass die Gemeinde die Fläche aus dem Grundstücksfonds ankauft und selbst vermarktet. Denkbar ist Friedrich zufolge auch, dass Investor und Eigentümer dies selbst tun und die Folgekosten für die Infrastruktur tragen. Nötig wäre ein städtebaulicher Vertrag, in dem alle nötigen Details geregelt werden müssten. Kein Problem stellt aus Sicht der Gemeinde der laufende Mietvertrag zwischen einem Eigentümer und der Firma Pick dar, wie Carsten Friedrich und Martin Mertens betonen. Der Vertrag läuft noch gut fünf Jahre und vor 2019/2020 ist an konkrete Bauarbeiten ohnehin nicht gedacht. Für den Bürgermeister handelt es sich bei dem Gebiet um "ein Filetstück", das mit "einer schönen Siedlung" aufgewertet werden solle. Klar ist für ihn auch: "Wir haben zu wenig Mietwohnungen" und das soll sich auch durchs neue Bahnhofsviertel künftig ändern. Sowohl bei potenziellen Nutzern als auch bei Investoren registriert Mertens seit Bekanntwerden der Pläne "eine große Nachfrage".

Quelle: NGZ
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