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Rommerskirchen
Zwei Firmen treiben Netzausbau voran

Rommerskirchen: Zwei Firmen treiben Netzausbau voran
Mit vorbereitenden Erdarbeiten für den Glasfaserausbau ist NetCologne bereits seit einigen Wochen beschäftigt, Die Gemeindeverwaltung (hier Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert) begrüßt den Ausbau des schnellen Internets. FOTO: A.Tinter
Rommerskirchen. Die Bürger können beim schnellen Internet wählen: Die Deutsche Glasfaser macht im Süden der Gemeinde mobil und konkurriert dort mit NetCologne/RWE. Im Norden ist sie einziger Anbieter. Etliche Bürger müssen gewonnen werden. Von Sebastian Meurer

Noch bis Mitte 2015 war in Sachen schnelles Internet für die Gemeinde trotz steter Bemühungen kein Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Inzwischen überschlagen sich die Ereignisse fast. So haben die Bürger sogar die Wahl - zumindest diejenigen, die in Anstel, Frixheim, Nettesheim, Rommerskirchen oder Eckum leben: Dort konkurrieren mit der Deutschen Glasfaser und NetCologne gleich zwei Unternehmen um die Gunst der Bürger. Mit unterschiedlichen Angeboten: Während NetCologne aufs Vectoring-Verfahren setzt, will die Deutsche Glasfaser "Fiber to The Home" das Glasfaserkabel bis ins Haus verlegen.

Während die im Auftrag von NetCologne aktive Westnetz bereits seit knapp einem Monat mit vorbereitenden Arbeiten im Straßenbild präsent ist, rückt die Deutsche Glasfaser vom Norden weiter südlich vor. "Jetzt geht es auch für Anstel, Frixheim, Nettesheim, Sinsteden, Butzheim, Vanikum, Rommerskirchen, Gill und Eckum los", kündigt Projektleiter Robbert Ubachs an. Ende 2015 war zunächst davon die Rede, diese Orte erst zur Jahresmitte zu berücksichtigen.

Ab sofort soll es nun auch dort Informationen rund um das Thema Glasfaser geben. Bis 11. April haben die Bewohner Zeit sich im Rahmen der so genannten Nachfragebündelung für einen eigenen Glasfaseranschluss zu entscheiden. Vorher sind mehrere Info-Abende geplant, so Ubachs. Auch hier läuft das Verfahren nach den bei der Deutschen Glasfaser üblichen Bedingungen.

40 Prozent der Einwohner dieses Bereichs müssen sich in einem Vorvertrag an die Deutsche Glasfaser binden, damit das Projekt zustande kommt. Einen Monat früher dran ist der Norden, wo der 14. März Stichtag ist. Dass es bis dahin noch eine Menge zu tun gibt, machen die bislang erzielten Werte deutlich: In Ramrath und Hoeningen wurden zuletzt gerade mal 15 Prozent erreicht und auch in Oekoven, Ueckinghoven, Deelen und Evinghoven sieht es nicht viel besser aus. In den genannten Dörfern besteht keine Wahlmöglichkeit, hier tritt ausschließlich die Deutsche Glasfaser an.

"Für den Norden ist dies die einzige Chance", betont Bürgermeister Martin Mertens, ohne damit Partei nehmen zu wollen. Sollten sich bis 14. März nicht genügend Haushalte bereit finden, dürfte die Chance auf ein schnelles Internet in diesen Dörfern jedenfalls auf anderthalb Jahrzehnte vertan sein, schätzen Kenner der Materie.

NetCologne, beziehungsweise Westnetz und RWE, verlegen in den kommenden Monaten etwa 15 Kilometer Glasfaser in neun Orten. Im Zuge des Ausbaus sollen nach den Worten von Patrick Helmes. Kommunikationschef bei NetCologne künftig 5700 Haushalte mit Surfgeschwindigkeiten bis zu 100 Mbits in der Sekunde versorgt werden.

Die Deutsche Glasfaser geht von rund 3700 anschließbaren Haushalten aus. "Ausgelegt sind die Netze auf nahezu unendliche Leistungskapazitäten und das Netz wird bereits heute vorbereitet auf ein Gbit pro Sekunde", sagt Robbert Ubachs.

Quelle: NGZ
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