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Solingen
15.000 Euro für Jugendförderung

Solingen: 15.000 Euro für Jugendförderung
Zu den Kurt- Kreuser-Preisträgern zählte auch das Projekt Küchengespräch des CVJM Solingen. FOTO: Köhlen
Solingen. Zwei Stiftungen zeichneten Projekte aus der Region aus. Von Fred Lothar Melchior

Von der "Kinderstadt" bis zur "Hilfe-App für junge Menschen": Am Samstag wurden sechs Teams und zwei Einzelpersonen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um Heranwachsende kümmern. Zu "Persönlichkeiten mit Bildung und Werten" reifen sie am besten heran, wenn der Grundstein früh gelegt und ihnen bei der Entwicklung geholfen wird, sagte Monika Tönnies im Veranstaltungsraum der Stadt-Sparkasse an der Kölner Straße. Die Rechtsanwältin sitzt dem Kuratorium der Knupp-Stiftung und dem Vorstand der Giossi-Stiftung vor. Beide vergaben zum ersten Mal gemeinsam Preise an Initiativen und Einzelpersonen, die sich um das Wohl junger Menschen verdient machen. Insgesamt ging es um 15.000 Euro.

Rund 150 Gäste - Preisträger und andere Bewerber um die Fördergelder - hörten die Lobreden und sahen in kleinen Filmbeiträgen und Präsentationen, was die Projekte ausmacht. Die größten Beträge der Knupp-Stiftung gingen mit 4000 Euro an die Akademie der Werte (AXION) und mit 3000 Euro an die Kattwinkelsche Fabrik in Wermelskirchen. Die Akademie der Werte arbeitet unter anderem mit den Gesamtschulen in Wald (Friedrich-Albert-Lange) und Ohligs (Geschwister Scholl) zusammen. "Die Klasse ist viel mehr zusammengewachsen", schildert eine Schülerin der FALS einen Effekt der "Werteerziehung für ein respektvolles Miteinander".

Die Kinderstadt in der Kattwinkelschen Fabrik in Wermelskirchen fand in diesem Jahr bereits zum elften Mal statt - mit rund 230 Teilnehmern, so vielen wie nie, und 64 Aktiven. Das zweiwöchige Programm in den Sommerferien sei wieder "überirdisch gut" gewesen, hat man bei der Knupp-Stiftung gehört und ermuntert deshalb: "Weiter so". Die guten Beispiele, so Monika Tönnies, sollen schließlich noch viel mehr Erwachsene bewegen, sich zu engagieren.

Beispiele wie das Café Lamee auf dem Halfeshof-Gelände, in dem sich die in Wohngruppen untergebrachten Jugendlichen alle zwei Wochen samstags treffen können. 1500 Euro erhält der dahinter stehende Verein Lafifee und hat eine originelle Verwendung dafür: In einer ausrangierten Telefonzelle können sich Streithähne näher kommen, können sich wegen der Enge aber nur verbal austauschen. Nicht ganz so eng, aber dafür altertümlich, geht es in der Küche des CVJM am Birkenweiher zu, der ein Über-Mittag-Angebot für Kinder macht. 500 Euro gab es, damit Künstlerin Janine Werner gemeinsam mit den dort Betreuten die Küche umgestalten kann.

Die Giossi-Stiftung vergab zweimal 2500 Euro: an den Förderverein der Projektgruppe "Between The Lines" und an den Verein Schulkinderbetreuung Gräfrath. "Between The Lines" ist eine App für junge Menschen, die Hilfe suchen und so übers Internet Kontakte etwa zu Notschlafstellen oder Therapeuten erhalten. Zwei mit je 500 Euro dotierte Sonderpreise der Knupp-Stiftung für besonderes Engagement einer Einzelperson gingen an Susanne Müller-Kölmel, die mit Jugendlichen ein Kochbuch gestaltete.

Quelle: RP
 
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