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Solingen
20 Teams spielen um den Kisten-Cup

Solingen. Die Evangelische Jugend Ohligs richtet nach dem großen Erfolg 2014 zum zweiten Mal ein Menschenkicker-Turnier aus. Von Benjamin Dresen

"Es ist ziemlich lustig", erzählt Jugenddiakon Patrick Wilde. Beim Kisten-Cup der Evangelischen Jugend Ohligs am Sonntag im Park an der Wittenbergstraße laufen die Fußballspiele etwas anders ab: Beim Menschenkicker hat jeder Spieler seinen festen Platz an der Stange, den er nicht verlassen kann, denn dort ist er festgeschnallt. Bewegen kann er sich nur nach links oder rechts - sofern der Nebenmann mitzieht. "Man muss sich absprechen, um an den Ball zu kommen."

Ansonsten muss der Radius der eigenen zwei Beine ausreichen. "Da ist nichts mit Dribbling", sagt Wilde. Fünf Spieler pro Mannschaft stehen sich hier auf dem 7 mal 14 Meter großen Feld gegenüber. Die Erstauflage des Kistencups hatte zur Fußballweltmeisterschaft 2014 stattgefunden. Wegen des großen Erfolgs gibt es zur Europameisterschaft in diesem Jahr wieder ein Turnier. Kisten-Cup heißt der Wettbewerb natürlich nach dem angrenzenden Café Kiste im Park an der Wittenbergstraße. Die Jugendlichen der evangelischen Gemeinde in Ohligs hatten den eckigen Flachbau einst "Kiste" getauft, als es darum ging, einen Namen zu finden. Wenn morgen, Sonntag, ab 11 Uhr in den Vorrundenspielen auf zwei Feldern der Ball rollt, ist mit den "Ohligser Kickers" auch der Titelverteidiger von 2014 mit dabei. Damals konnte sich der Freundeskreis von Jugendlichen für zwei Jahre den Wanderpokal sichern. Die Zahl der teilnehmenden Teams ist nochmals gestiegen, von 16 auf jetzt 20 Mannschaften.

"Die Zusammensetzung hat sich etwas geändert", berichtet Patrick Wilde. Waren es bei der Erstauflage vor allem Spieler aus dem Umkreis der Gemeinde, so kommen diesmal viele Mannschaften von "außerhalb" dazu: Die Prinzengarde Ohligs, die Theatergruppe Gaudium, ein Schützenverein und mehrere Fußballvereine mischen mit. In drei Teams stehen Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer aus Ohligs gemeinsam auf dem Feld.

Der Förderverein der evangelischen Jugend Ohligs (FEJO) trägt einen Großteil der Kosten für die Miete der beiden Spielfelder von einem Verleiher aus Langenfeld. "Da sind wir auf Unterstützung angewiesen, das ist schon ziemlich teuer", sagt Patrick Wilde. Die Teilnahmegebühr der Mannschaft in Höhe von 20,16 Euro würde nicht ausreichen, um die Kosten zu decken. Ehrenamtliche der Gemeinde mit Fußballsachverstand helfen zudem als Schiedsrichter, auch wenn zumindest Fouls eher ausgeschlossen sein dürften.

Neben dem Turnier haben die Veranstalter ein fußballaffines Rahmenprogramm auf die Beine gestellt mit Torwandschießen, Kickertisch und Fußballbilder-Tauschbörse.

Quelle: RP
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