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Solingen
200.000 Euro für die Modernisierung des Bergischen Hofs

Solingen: 200.000 Euro für die Modernisierung des Bergischen Hofs
Eine der bekanntesten Fassaden in Solingen: der Bergische Hof an der Aufderhöher Straße im Herzen des Stadtteils. FOTO: Kempner (2), Köhlen (Archiv)
Solingen. Seit Anfang März ist die Traditionsgaststätte in Aufderhöhe wieder geöffnet. Zurzeit laufen Renovierungsarbeiten, die aber bald abgeschlossen sein sollen. Insgesamt werden in das denkmalgeschützte Haus rund 200.000 Euro investiert. Von Martin Oberpriller

Der Countdown läuft. Obwohl es die augenblicklich eher niedrigen Temperaturen noch kaum erahnen lassen, steht die warme Jahreszeit vor der Tür - und mit ihr auch die Hochsaison für die Gastronomie. Was wiederum zur Folge hat, dass sich die Handwerker sowie Bauarbeiter im Bergischen Hof in Aufderhöhe derzeit die sprichwörtliche Klinke förmlich in die Hand geben. Denn bis spätestens Mitte Mai soll der Biergarten der Solinger Traditionsgaststätte in frischem Glanz erstrahlen.

"Wir befinden uns seit einigen Wochen in der Umbauphase", sagte der neue Pächter Dimitrios Petsas am Donnerstag gegenüber unserer Redaktion. So ist unter anderem vorgesehen, die Bestuhlung des Biergartens neben dem Restaurant auszutauschen und den gesamten Außenbereich mittels moderner Lampen in ein anderes Licht zu tauchen. Darüber hinaus planen die Betreiber aber auch, Pavillons aufzustellen. Und zudem wird für die Besucher eine neue Lounge entstehen.

An die 50.000 Euro haben Pächter Petsas sowie die Eigentümer des aus dem frühen 19. Jahrhundert stammenden, typisch bergischen Schieferhauses seit der Wiedereröffnung Anfang März in die Restaurierung gesteckt. Wobei weitere Investitionen vorgesehen sind. Zum Beispiel benötigt der große Gesellschaftssaal im Inneren des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes ebenfalls ein grundlegendes "Facelifting".

Ein Zeichen des vorsichtigen Wandels: Am Übergang von den Parkplätzen zum Biergarten steht ein neues Eisentor. FOTO: Kempner Martin

Tatsächlich stehen die damit zusammenhängenden Arbeiten durchaus unter einem gewissen Zeitdruck. Anfang September steigt im Stadtteil nämlich die nächste Auflage des traditionellen Schützenfestes. Und das bedeutet wiederum, dass bis dahin der Gaststätten-Saal, der bis zu 200 Menschen einen Platz bieten kann, fertig sein muss, weil der Aufderhöher Schützenverein die Räumlichkeit bereits fest gebucht hat.

Insgesamt wollen die Verantwortlichen im Bergischen Hof bis Ende des Jahres rund 200.000 Euro in die Modernisierung des gesamten Ensembles investieren - was in den Augen von Dimitrios Petsas gut angelegtes Geld ist. Denn immerhin erfreut sich das Restaurant im Zentrum von Aufderhöhe mittlerweile wieder einer steigenden Beliebtheit. Zwar sei in der ersten Phase nach dem Neustart "die eine oder andere kleine Panne" nicht zu verhindern gewesen, gab der Wirt gestern mit einem Augenzwinkern zu. Alles in allem hätten sich die meisten Probleme indes schnell lösen lassen, so dass die Zahl der Anfragen für Veranstaltungen stetig zunehme, betonte Petsas.

Dabei haben der Gastronom, der früher ein Restaurant nahe der niederländischen Grenze betrieb, und seine 15 Mitarbeiter in Solingen in gewisser Weise einen Spagat zu bewerkstelligen - gehörte der Bergische Hof bis zu seinem vorübergehenden Aus vor nunmehr etwas mehr als zwei Jahren doch über etliche Generationen hinweg zu einer der besseren Adressen in der Klingenstadt.

Eine Tradition, die verpflichtet, aber nicht zu einer Bürde werden soll. Darum geht Dimitrios Petsas mit seiner neuen "Taverne Katogi" im Bergischen Hof einen klassischen Mittelweg. Auf der einen Seite will der Pächter zwar mit einer mediterran beeinflussten Küche sehr wohl Neues etablieren. Auf der anderen Seite gilt es allerdings genauso, die Geschichte des Hauses zu bewahren.

Eine Konzeption, die gleichzeitig vorsichtige Veränderungen - auch am Gebäude selbst - nicht ausschließt. Beispielsweise steht am Zugang von den Parkplätzen zum hinteren Teil des Biergartens seit Kurzem ein neues schwarzes Tor aus Eisen, das in Zukunft überdies zum Vorbild für den Haupteingang an der Aufderhöher Straße werden wird. Momentan, so Dimitrios Petsas, seien für ein neues Tor an dieser Stelle lediglich noch einige Fragen in Bezug auf den Denkmalschutz zu klären.

Dass sich die ganze Mühe lohnt, davon ist der Gastronom felsenfest überzeugt. "Die Lage des Bergischen Hofes ist schon wegen der guten Verkehrsanbindungen ideal", fasste Petsas am Donnerstag seine bisherigen Eindrücke vom Standort zusammen.

Quelle: RP
 
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