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Solingen
24 Stunden live am Rathaus eröffnet

Solingen. Der Verwaltungschef zeichnete ehrenamtliche Flüchtlingshelfer aus und bedankte sich bei Rathaus-Mitarbeitern. Von Uwe Vetter

Der Platz auf dem Rathaus füllte sich gegen 15 Uhr immer mehr. Die Band "Em Brass" sorgte für musikalische Unterhaltung, es gab Würstchen und Getränke. Aus dem Oldtimer-Bestand der Feuerwehr wurde eine Rundhauber-Drehleiter ausgefahren, auch das Spielmobil der Stadt war aufgebaut. "Normalerweise ist um diese Zeit nicht mehr so viel los im oder am Rathaus", sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach. Doch gestern Nachmittag schon: Denn der Verwaltungschef eröffnet zusammen mit dem Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren, Fatih Kazanci, das stadtumfassende Event Solingen 24 Stunden live mit über 30 Aktionen, die zum Teil bis zum heutigen Samstag, 15 Uhr, angeboten werden. Rund um die Uhr ist beispielsweise von gestern, 15 Uhr, bis heute, 15 Uhr, das Laurel & Hardy-Museum im Walder Kotten geöffnet.

Bei der siebten Auflage der alle zwei Jahre stadtfindenden Veranstaltung mit dabei war jetzt erstmals das Rathaus. "Es gibt aber nicht nur 24 Stunden Solingen live zu feiern", sagte Tim Kurzbach, "sondern darüber hinaus noch den Einsatz von ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern." Überdies wurde eine Ausstellung zum Thema "Krieg, Flucht und Ankommen" im Rathaus eröffnet. Hier wurden drei Skulpturen enthüllt - eine von der Jugendhilfewerkstatt. Dr. Beate Battenfeld vom Bergischen Geschichtsverein führte Interessierte im Rahmen von 24 Stunden Solingen live durch das alte und das neue Rathaus. Mit Blick auf die Flüchtlingssituation am 21. Oktober 2015 - damals trat Kurzbach sein Amt als Oberbürgermeister an - befand sich die Stadt noch "im Krisenmodus". Große Anstrengungen innerhalb der Verwaltung seien unternommen worden - dafür dankte Kurzbach den Rathaus-Mitarbeitern: "Die haben Großartiges geleistet. Aber ohne das großartige zivilgesellschaftliche Engagement hätten wir es nicht geschafft", lobte Kurzbach auch die ehrenamtlichen Helfer. Stellvertretend für alle zeichnete er im Beisein von NRW-Ministerin Sylvia Löhrmann unter anderem die Flüchtlingshilfe Solingen, das DRK, das Netzwerk Krahenhöhe sowie den Felix Kids Club für ihren ehrenamtlichen Einsatz mit kleinen Stickern mit der Aufschrift "Solingen solidarisch" aus. "Zusammen sind wir ein starkes und buntes Solingen", sagte Kurzbach, der auch erzählte, dass sein Großvater 1945 selbst ein Flüchtling war. "Und sein Enkel ist nun Oberbürgermeister."

Quelle: RP
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