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Solingen
30 Jahre Waldschule: Neue Saison startet

Solingen. Das Programm für 2016 wird in dieser Woche verteilt und ins Internet gestellt. Hinzu kommt eine Geburtstagsfeier. Von Fred Lothar Melchior

Am 28. August feiert die Biologische Station Waldschule ihr 30-jähriges Bestehen. Mit ihrer ersten Veranstaltung in diesem Jahr kam sie jedoch auf keinen grünen Zweig: Am Samstag warteten Leiterin Marion Geißler-Schommer und Landschaftspfleger Detlef Regulski vergeblich auf Teilnehmer des Gehölzschnittkurses. Im vorigen Jahr waren noch etwa 15 Interessenten gekommen, aber diesmal haperte es mit der Werbung: Das neue Programm wird erst in dieser Woche verteilt und auf der Homepage veröffentlicht.

"Wir hatten Computer-Probleme", sagt Marion Geißler Schommer. Nach zwei Blitzeinschlägen 2015 und um den Jahreswechsel musste die Waldschule neue Hardware anschaffen. "Das hat Auswirkungen auf die Außendarstellung gehabt", bestätigt Paul Westeppe, der Vorsitzende des Fördervereins. Der Vereinsvorstand will Anfang Mai das Programm für den Geburtstags-Sonntag verabschieden. "Es wird einige Überraschungen geben", verspricht Marion Geißler-Schommer.

Auch das bewährte Angebot wird ständig abgewandelt. "Wir versuchen, immer wieder neue Themen zu finden", sagt die Leiterin der Waldschule. 5000 bis 6000 Besucher kommen jedes Jahr zur Strohner Höhe oberhalb des Wasserwerks in Glüder. Drei Viertel der Besucher sind Kinder: Das Programm reicht vom Schlaffest für Kindergartengruppen und Schulklassen über Kindergeburtstage bis zum Ferien- und Familienprogramm. Die nächsten Termine: Am 1. Mai gibt es eine Waldführung, am 22. geht es zu "Molch & Co." am Teich, und am 29. folgt eine Kräuterwanderung.

Der Gehölzschnittkursus wird vielleicht noch einmal im Juni angeboten. "Dann ist der erste Austrieb vorbei", erläutert Biotoppfleger Detlef Regulski. "Im Juni geht es oft um sogenannte Hygieneschnitte. Kranke Äste werden entfernt. Die Hauptschnittzeit ist aber von Februar bis Mai. Der größte Fehler ist, im Herbst zu schneiden, wenn sich Pilzsporen auf den offenen Stellen ansiedeln können."

Geübt wird an Obstbäumen auf dem Gelände der Waldschule. "Die Leute sind das einheitlich süße Supermarkt-Obst leid oder haben Allergien entwickelt", begründet Regulski, warum das Interesse an eigenen Obstbäumen und alten Sorten wächst. "Die Plantagen-Sorten werden immer mehr manipuliert." Da gehe es hauptsächlich um technische Aspekte wie die Pflückbarkeit sowie die Transport- und Lagerfähigkeit und das Aussehen.

In der Waldschule geht es dagegen nur um die Natur. Das soll auch im nächsten Jahrzehnt so bleiben. "Derzeit haben wir die Waldschule gut und ordentlich finanziert", unterstreicht Paul Westeppe für den Förderverein. Dessen Mitglieder treffen sich am 31. Mai, um die aktuelle Bilanz zu ziehen.

www.waldschule-solingen.de

Quelle: RP
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