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Solingen
38 Solinger wollen ins "Parlament"

Solingen. In dieser Woche werden die Unterlagen für die Wahl der IHK-Vollversammlung versandt. Um die 80 Plätze bewerben sich auch viele Solinger Unternehmer. Von Uwe Vetter und Henning Röser

Für rund 33.000 Bergische Unternehmer im Städtedreieck hat das Superwahljahr 2017 schon begonnen. Sie alle können ab der nächsten Woche per Post ihre Stimme bei einer Briefwahl abgeben. Denn am 16. Januar beginnen die Wahlen für die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid. Das Gremium wird alle vier Jahre gewählt. Bis zum 10. Februar kann gewählt werden. Jeder Unternehmer hat eine Stimme, egal ob Industrieboss oder Einzelhändler, egal ob das Unternehmen klein oder groß ist. Das Schreiben enthält einen frankierten Rückumschlag. Niemand muss ein Wahllokal besuchen.

Das sogenannte Parlament der Wirtschaft ist das wichtigste Entscheidungsgremium der IHK. Es geht hier um Entscheidungen, die die gesamte Wirtschaftsregion betreffen. So hat sich das Gremium in der Vergangenheit unter anderem für die DOC-Ansiedlung in Remscheid ausgesprochen oder die Ikea-Pläne in Wuppertal unterstützt.

IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge hofft erneut auf eine gute Wahlbeteiligung. Im Jahr 2013 lag sie bei 15 Prozent, diesen Wert würde man gerne wieder erreichen. Zum Vergleich: In Köln oder Bochum, wo bereits gewählt wurde, lag die Beteiligung unter zehn (Köln) beziehungsweise bei zwölf Prozent.

Attraktiv scheint die Aufgabe auf jeden Fall zu sein. 138 Kandidaten bewerben sich auf 80 Plätze in der Vollversammlung. Die Unternehmer haben also tatsächlich die Wahl. Aus Solingen bewerben sich insgesamt 38 Frauen und Männer in den insgesamt sechs Themenbereichen Industrie, Groß-und Außenhandel, Einzelhandel, Kreditinstitute / Versicherungen, Verkehrsgewerbe und sonstige Dienstleistungen. Letztere Kategorie hat bei dieser Wahl mehr Sitze als 2013 zu vergeben. Die Zusammensetzung des Parlaments trägt damit den Veränderungen in der bergischen Wirtschaft Rechnung. Für den Bereich Industrie - Solingen erhält hier acht Sitze - gibt es 15 Bewerbungen aus der Klingenstadt. Bei den sonstigen Dienstleistern sind es zehn Kandidaten für sechs Sitze, die von Solingern besetzt werden können.

Ausgezählt werden die Briefwahlen am 14. Februar. Die konstituierende Sitzung der neuen Versammlung ist im Mai. Eine der ersten Amtshandlungen wird die Wahl des Präsidiums sein. Der jetzige Präsident, der in Remscheid tätige und in Solingen wohnende Unternehmer Thomas Meyer, steht als Kandidat wieder auf dem Wahlzettel. www.wuppertal.ihk24.de

Quelle: RP
 
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