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Serie Mit dem Fahrrad in den Frühling (4)
75 Kilometer in gut dreieinhalb Stunden

Serie Mit dem Fahrrad in den Frühling (4): 75 Kilometer in gut dreieinhalb Stunden
Wilfried Trott - auch mit 66 Jahren noch sportlich fit und aktiv, wie hier auf der Balkan-Trasse. Er stellt eine sportlich anspruchsvolle Strecke für Rennradfahrer vor. FOTO: nico hertgen
Solingen. Der Radevormwalder Wilfried Trott ist auch mit 66 Jahren noch ambitionierter Rennradfahrer. Auf seiner Lieblingsstrecke geht es von Radevormwald aus nach Hückeswagen, Wipperfürth und später in den ländlicheren Oberbergischen Kreis hinein. Von Wolfgang Weitzdörfer

Eher für sportlich-ambitionierte Rennradfahrer ist die Strecke geeignet, die Wilfried Trott aus Radevormwald herausgesucht hat. Der 66-jährige ehemalige Olympia-Teilnehmer im Renn-Radsport war zu aktiven Zeiten ein sehr erfolgreicher Amateurfahrer. 1972, bei den Olympischen Spielen in München, wurde er immerhin Sechster - und bei ihm zu Hause stehen zahllose Pokale und Trophäen im Schrank. Trott bestätigt: "Ja, es ist eine eher sportliche Tour, so 75 bis 80 Kilometer. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 28 Stundenkilometern ist sie in drei bis dreieinhalb Stunden zu schaffen. Ich fahre sie sehr gerne, achte beim Losfahren aber immer darauf, wie das Wetter ist. Ich sehe stets zu, dass ich mit Rückenwind nach Hause komme, denn der Abschluss, die Rader Straße hoch von Hückeswagen herkommend, ist vor allem bei eher nicht so hohen Temperaturen nicht schön. Denn da pfeift einem ordentlich der Wind ins Gesicht."

Am besten parkt man seinen Wagen an den Radevormwalder Sporthallen an der Hermannstraße, radelt dann in Richtung Rädereichen los, fährt im Kreisverkehr in Richtung Halver ab und weiter bis zur Grüne. "Beim neuen Aldi-Markt fängt dann der Radweg an, auf dem man auf der Bundesstraße 229 bis Schwenke fährt", sagt Trott. Im Großen und Ganzen folgt seine Strecke der Route "R 6" auf der Wasserquintett-Strecke, allerdings hat der 66-Jährige den Weg um einige Schlenker ausgeschmückt. "Wenn man so viel fährt wie ich, dann findet man über kurz oder lang die ideale Strecke raus. Mir ist es vor allem wichtig, möglichst viele Radwege zu integrieren", sagt der 66-Jährige.

In Schwenke geht der Weg rechts ab, in Richtung Hohenplanken, Gardeweg und Schäferslöh. Bald biegt man rechts ab in Richtung Oberlangenberg - und verlässt damit die R 6. "Die Strecke führt nun an der Bevertalsperre entlang bis zur Staumauer. Diese überquert man und folgt immer der Straße, vorbei an den Campingplätzen bis nach Mickenhagen", erklärt Trott. Schon ist man in Hückeswagen, fährt in die Stadt hinunter und auf die Balkantrasse. Auf dieser geht es weiter bis Neye. Dort lässt es sich am Flugplatz gut einkehren, ehe man weiter nach Wipperfürth fährt, das Amtsgericht passiert, an Friedrichsthal vorbeifährt und dann den Berg hoch bis Agathaberg kurbelt. "Da geht's ziemlich steil hoch, aber oben ist es dafür sehr sehenswert", sagt Trott.

Ein Abstecher nach Hückeswagen lohnt sich - hier mit Pauluskirche, daneben das Schloss und die Altstadt im Vordergrund. FOTO: hans dörner (archiv)

Anschließend geht es wieder abwärts nach Niederflosbach und Büchel, ehe man bei Buchholz rechts auf die neue Landstraße Richtung Wipperfeld abbiegt und man auf der B 506 bei Lamsfuß herauskommt. "An der Straße ist ein Radweg, der führt direkt nach Wipperfürth", sagt der 66-Jährige, der regelmäßig ausgiebige Touren fährt. Dort angekommen, fährt man wieder über die Balkantrasse zurück nach Hückeswagen, biegt aber auf die Rader Straße ein und fährt auf dem Fahrradweg an der B 483 zurück nach Rade.

"Die Strecke ist vor allem für gut trainierte Fahrer geeignet, es gibt einige lange Steigungen", sagt Trott. Außerdem sei sie mit etwa 75 Kilometern lang genug, um sie auch im Training nutzen zu können.

Quelle: RP
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