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Solingen
ADS-Schüler erforscht Höhenkrankheit in den USA

Solingen. Paul Jonas Bergmann nimmt am Wissenschafts-Camp der "Bayer Science Teens" in Denver teil.

Am Montag ging sein Flieger, inzwischen dürfte er die ersten Experimente angegangen haben: Paul Jonas Bergmann (15 / Foto) von der August-Dicke-Schule nimmt für zwei Wochen am "Wissenschafts-Camp" der Bayer Science & Education Foundation in Denver im US-Bundesstaat Colorado teil - so wie neun weitere Jugendliche aus Deutschland sowie Schüler aus Indien, Afrika und den USA.

Die insgesamt 29 "Bayer Science Teens" befassen sich nach Angaben des Leverkusener Konzerns mit Life Science und medizinischen Gesundheitsfragen. Neben der erstmaligen Aufnahme afrikanischer Schüler gibt es im Jahr 2016 eine weitere Neuerung: Die Bayer-Bildungsstiftung vergibt zusätzlich zwei Sonderstipendien an eine "Jugend forscht"-Gewinnerin und eine Deutschland-Stipendiatin.

Zum Seminar-Programm gehören unter anderem der Austausch mit Wissenschaftlern und Experimente im Höhengebirge. In der ersten Woche bearbeiten die Jugendlichen an der Universität in Denver Aufgaben zur menschlichen Anatomie und Biomechanik. Dabei formen sie laut Bayer mit Plastilin-Ton detailgetreu Muskeln und andere Körperkomponenten.

In der zweiten Woche sind die "Überlebensqualitäten" der Schüler gefragt: In Leadville, der höchstgelegenen Stadt der USA, erforschen Paul und Co. die Auswirkungen von Höhe auf den menschlichen Körper. Unter anderem werden die Folgen eigener Auf- und Abstiege im Gebirge untersucht, eine Höhenkrankheit mit Sauerstoff behandelt und "Erste Hilfe" in der Wildnis geübt.

"Die ausgewählten Schüler bringen gute Schulnoten in den naturwissenschaftlichen Fächern und hervorragende Englisch-Kenntnisse mit", sagt Thimo V. Schmitt-Lord, Vorstand der Bayer-Stiftungen. "Besonders überzeugen sie zudem durch wissenschaftliches Engagement in ihrer Freizeit und ein hohes Interesse für Gesundheitsthemen. Mit unserem ,Science-Teens-Proramm' möchten wir Talente für den medizinischen Fortschritt begeistern und Jugendliche international vernetzen."

Seit 2008 haben nach Unternehmensangaben 90 Schüler aus Deutschland Forschungsstipendien der Bayer-Bildungsstiftung erhalten. Diese decken alle anfallenden Reise- und Aufenthaltskosten in Höhe von 4500 Dollar pro Schüler ab.

Am diesjährigen Wissenschafts-Camp nehmen neben Paul Jonas Bergmann sieben weitere Schüler aus der Region teil: Niels Felix Kampkötter (15) vom Monheimer Otto-Hahn-Gymnasium, Paul Nicolas Andreas Veitl (16) vom Berufskolleg Hilden, Rebekka Susanne Mattes (15) von der Erzbischöflichen Marienschule in Opladen, Paula Schneider (15) vom Gymnasium Leichlingen sowie die Wuppertaler Marc Böttner (16, Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium) und Hannah Maria Jessner (14, Carl-Fuhlrott-Gymnasium). Ein unabhängiger Stiftungsrat wählte die zehn Jungforscher aus insgesamt 108 Bewerbungen aus.

(tug)
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