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Solingen
Aktionen stärken Wochenmärkte

Solingen. Beim "Bergischen Frühstück" in Wald gab es Waffeln und Livemusik. Von Benjamin Dresen

Welcher Wochenmarkt bietet denn so etwas? Fast drei Stunden Livemusik im gemütlichen Zelt, dazu eine Bergische Waffel und ein Kaffee oder ein Mettbrötchen und ein Bier. Die Organisatoren der Solinger Wochenmärkte lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, um den Einkauf zum kleinen Erlebnis zu machen. Gestern hatten sie zum "Bergischen Frühstück" nach Wald eingeladen. Es spielten der Schulchor der Friedrich-Albert-Lange-Schule und die Dixieland-Jazz-Band "Milchkännchen".

"Als wir angefangen haben, haben wir gesagt: Wir wollen den Kunden einen Mehrwert bieten, ein Wohlbefinden über den Einkauf hinaus", erklärt Metzgermeister Rudolf Jacobs, der die Unternehmergemeinschaft (UG) Solinger Wochenmärkte mit Herbert Ferres, Robert Jacobs und Dirk Rüb führt. "Wir möchten uns damit abheben."

Nach dem Oktoberfest-Frühstück mit Blasmusik im vorigen Jahr war es in Wald die zweite Veranstaltung. "Die Leute haben noch Wochen später gefragt: Wann wiederholt ihr das ?", berichtet Jacobs. Auf den anderen Märkten gab es zum Beispiel eine Spargelschälaktion, die Oldtimer-Feuerwehr war zu Besuch, oder Kinder konnten erleben, wie Burger Brezeln entstehen. Die nächsten Aktionen sind in Planung.

Die regelmäßigen Aktionen auf den Märkten sind "ein Dankeschön an die Stammkunden, die uns bei Wind und Wetter unterstützen", betont Rudolf Jacobs. Denn auch wenn auf dem Wochenmarkt das Menschliche zwischen Händler und Kunde eine große Rolle spielt: "Es ist schwierig, jedem Einzelnen danke zu sagen." Dabei kennen die Händler viele Kunden beim Namen und tauschen Neuigkeiten aus: "Wir sind wie ein kleiner Friseur", scherzt Rudolf Jacobs.

Ein anonymer Spender aus Wald unterstützt das Bergische Frühstück finanziell. "Es wäre sonst gar nicht möglich", so Jacobs. Die Händler wollen mit der Aktion keinen Gewinn erwirtschaften, nur kostendeckend sollte sie sein. Der Erlös wird für einen guten Zweck gespendet. Beim letzten Mal waren 750 Euro zusammengekommen.

Nach knapp eineinhalb Jahren Organisation der Wochenmärkte in Eigenregie zieht Jacobs ein kleines Fazit: Manches hatten sich die Organisatoren leichter vorgestellt, etwa neue Händler zu finden. Eine Aufgabe für die Zukunft ist: "Wir müssen noch daran arbeiten, junge Kundschaft zu ziehen". Seine Bilanz ist positiv, denn die Händler pflegen den Kontakt zur Verwaltung und den Einzelhändlern vor Ort. Aktionen wie das Bergische Frühstück sollen dazu beitragen, die Märkte zu stärken und zu stabilisieren. "Wenn die Kunden positiv darüber sprechen, haben wir schon etwas gewonnen."

Quelle: RP
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