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Solingen
Alexander Bugarinovic entwickelt das "Finox" neu

Solingen: Alexander Bugarinovic entwickelt das "Finox" neu
Alexander Bugarinovic, Inhaber des "Finox" in Ohligs. FOTO: MAK
Solingen. Das "Finox" ist sein Laden. Seit zwei Jahren. Hier lebt Alexander Bugarinovic seinen Traum, nachdem er die Kneipe unweit des Solinger Hauptbahnhofes übernommen hat. Von Guido Radtke

"Mein großer Vorteil war, dass ich hier schon ein dreiviertel Jahr gearbeitet hatte." Statt bei Null anfangen zu müssen, gab es einen nahtlosen Übergang, bei dem der 45-Jährige anfangs auf Bewährtes vertraute.

"Ich hatte mich schon lange selbstständig machen wollen - um das umzusetzen, was ich all die Jahre bei meinen Jobs mitbekommen habe." Zum einen hat Bugarinovic viele Ideen gesammelt, zum anderen aber auch Fehler registriert, die ihm nicht passieren sollen. Vieles von dem hat der Gastronom im "Finox" inzwischen umgesetzt. "Wir sind schon lange keine Kneipe mehr." Eine treffende Bezeichnung als Alternative für das Lokal mit "Event-Charakter" hat er jedoch bislang nicht gefunden, da "sich vieles noch entwickelt".

Das "Finox" ist Bühne, Kino, Party-Location und Treffpunkt zugleich. Auch Fußballfans kommen zur Berliner Brücke, um auf den diversen TV-Bildschirmen Spiele der Bundesliga oder Champions League zu verfolgen. "Aber nur noch diese Saison", schränkt Alexander Bugarinovic ein. "Die kontinuierlich gestiegenen Kosten für die sky-Rechte stehen in keinem Verhältnis zur Nachfrage." Stattdessen hat der "Finox"-Inhaber die Lizenzen für Filme erworben, die er öffentlich zeigen kann, sobald sie nicht mehr als DVD zu kaufen sind. Alle zwei Wochen wird die Großleinwand ausgefahren und die Sesselreihe aufgebaut. "In welchem Kino wird man denn noch am Platz bedient ?", sagt Bugarinovic und lacht.

Etabliert haben sich neben einer "Offenen Bühne" oder Live-Konzerten auch die monatlichen Karaoke-Abende. Die Musik kommt nicht von der Festplatte, sondern jeder Gast wird live von der dreiköpfigen Band "Klangstil" begleitet - so wie am heutigen Donnerstag ab 20 Uhr.

Im "Finox" gilt generell: Eintritt frei. "So kann jeder entscheiden, ob ihm das Programm gefällt oder nicht, ob er bleibt oder nicht", erklärt Bugarinovic sein Prinzip. "So ist auch keiner enttäuscht."

Quelle: RP
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