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Solingen
"Alte Weiber" in Feierlaune

Solingen. Der Altweiber-Tag klang gestern Abend in Solingen bei mehreren großen Partys aus. Als eine Kultveranstaltung etabliert hat sich das von der Prinzengarde Blau-Gelb organisierten Event in der Ohligser Festhalle. Von Alexander Riedel (Text) und Martin Kempner (Fotos)

Ausgelassen ging es schon am Eingang zu. "Huhu !" ertönte es immer wieder, als die in der Schlange wartenden Mäuse, Piraten oder Waldhexen ihre nicht minder fantasievoll gewandeten Freundinnen auf der gegenüberliegenden Straßenseite erblickten. "Schöne Kostüme, Musik und eine tolle Stimmung", erwartete Christina Wessel vom gestrigen Altweiber-Abend. Mit einer fünfköpfigen Clique hatte sie sich zur Ohligser Festhalle aufgemacht. "Wir sind jetzt zum zweiten Mal hier bei der Weiberball-Party", erklärte ihre Bekannte Petra Patzer.

Im Innenraum nahm ein bestens gelaunter Gastgeber das närrische Volk in Empfang: Joachim Junker, Vorsitzender der Prinzengarde Blau-Gelb und Präsident des Festausschusses Solinger Karneval, trat als "Bahnsteigvorsteher" mit schmuckvollem Kronkorken an der Mütze vor die Besucher. Denn der Ohligser Bahnhof war schließlich auch schon das Thema der Sitzung von Blau-Gelb im Januar gewesen.

Neben den Lokalmatadoren, dem Entertainer Horst Rathmann und DJ Chris Zilles, konnten die Veranstalter einmal mehr auswärtige Gastkünstler gewinnen: Das norddeutsche Stimmungsduo "Die JunX" stattete Ohligs in den Abendstunden einen Besuch ab, nachdem es zuvor schon in sauerländischen Finnentrop aufgetreten war.

Dass bei Musikern an den tollen Tagen ein eisernes Stehvermögen gefragt ist, zeigten auch die "Rabaue." Bei der aus dem Kölner Karneval bekannten Band stand im Anschluss an die geplante Stippvisite in der Festhalle noch ein Auftritt in Köln nach Mitternacht im in diesen Tagen prall gefüllten Terminkalender. Doch auch für mit allen Wassern gewaschene Karnevals-Koryphäen aus den Hochburgen sind Besuche in der Ohligser Festhalle keinesfalls Routine-Termine: "Viele sind überwältigt von der Stimmung, die bei uns in Solingen herrscht", sagte Joachim Junker.

Das bestätigten auch die als Hippie-Mädchen verkleidete Martina Klesper und ihre Arbeitskollegin Wieslawa Gerczak: "Hier ist es lustig - und bleibt auch friedlich". Wer spontan die Festhalle aufgesucht hatte, musste am Eingang kehrt machen und einen anderen Ort zum Feiern - etwa in einer der nahegelegenen Gaststätten - suchen. Denn die Party in der Festhalle war restlos ausverkauft. Kein Wunder: "Unser Weiberball ist inzwischen eine echte Kultveranstaltung", freute sich Joachim Junker.

Quelle: RP
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