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Solingen
Amadeus Wiesensee: Ein Philosoph am Klavier

Solingen. In der Reihe Junge Pianisten Elite im Kunstmuseum gastiert am 22. November ein 22-jähriges Ausnahmetalent.

Der 1993 in Würzburg geborene Amadeus Wiesensee erhielt seinen ersten Klavierunterricht bereits im Alter von sechs Jahren. Im Sommer 2002 wechselte er zu Prof. Thomas Böckheler an die Hochschule für Musik in München, ab 2007 war Wiesensee Jungstudent bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling. 2009 wechselte der Pianist ans Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Nach Unterricht bei Prof. Vassilia Efstathiadou nahm Wiesensee im Oktober 2013 sein Vollstudium an der Hochschule für Musik in München auf. Aktuell studiert er dort bei Prof. Antti Siirala. Am Sonntag, 22. November, wird Wiesensee in der Reihe Junge Pianisten Elite um 19 Uhr ein Konzert im Kunstmuseum geben. Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Beethoven, Liszt, Brahms und Skrjabin.

Zahlreiche Meisterkurse, etwa bei Prof. Elena Richter, Prof. John O'Conor, Prof. Robert Levin, Georg Steinschaden, Elena Richter und Alexander Rössler hat der 22-Jährige in seiner Vita stehen. 2011 wurde Wiesensee zum Beethoven-Meisterkurs der Wilhelm-Kempff-Kulturstiftung in Positano und vom Bayerischen Landesjugendorchester zur Kammerakademie Amberg eingeladen. Nachhaltige Impulse erhielt er zudem von Alfred Brendel, Till Fellner und Elisabeth Leonskaja. Doch nicht nur der Musik gehört Wiesensees Leidenschaft, sondern auch der Philosophie, die er ebenfalls in München studiert. "Mein Ziel ist es, Musikmachen und Denken zusammenzubringen und die verloren gegangene Einheit der beiden Sphären wieder zu gewinnen", erklärt der Pianist. Für diesen Ansatz erhielt er 2013 den Amalia-Preis für Neues Denken in Weimar. Und so wundert es nicht, dass er sich bei der Gestaltung seines musikalischen Programms, das formal zwischen Sonate und Fantasie angesiedelt ist, auf eine philosophisch-psychologische, spannungsgeladene Erkundungstour ins Innere begibt.

Ein großes Lob erhielt Wiesensee im September 2014. Mit dem Wort "Fabelhaft" kommentiert Joachim Kaiser, Deutschlands berühmtester und gefürchtetster Kritiker, das Konzert Wiesensees im Münchner Gasteig.

Auch die Solinger Musikfreunde konnten sich bereits ein Bild über die außergewöhnlichen Fähigkeiten des Pianisten machen. Im Mai 2014 war Wiesensee Gast und Solist des Philharmonischen Konzerts "Tour de France?" der Bergischen Symphoniker.

Konzert Junge Pianisten Elite mit Amadeus Wiesensee, Sonntag, 22. November, 19 Uhr, Kunstmuseum, Wuppertaler Straße 160. Eintrittskarten kosten an der Abendkasse 19 Euro. Vorbestellungen sind telefonisch (25 81 40) und per Email möglich: info@kunstmuseum-solingen.de

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