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Solingen
Amoklauf von München sorgt für Entsetzen

Solingen. Der Amoklauf eines 18-Jährigen, der am Freitagabend in München neun Menschen und anschließend sich selbst erschossen hat, hat am zurückliegenden Wochenende auch bei vielen Solingern Fassungslosigkeit und Entsetzen ausgelöst. So waren die Fahnen vor dem Rathaus als Zeichen der Trauer am Samstag sowie gestern beispielsweise auf halbmast gesetzt. Und etliche Solinger drückten zudem via Internet in sozialen Netzwerken wie Facebook ihre Anteilnahme für die Opfer der Bluttat aus.

Auch Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach meldete sich am Samstag auf dieser Plattform zu Wort und sprach den Hinterbliebenen der zumeist noch sehr jungen Opfer des Amoklaufs sein Mitgefühl aus. "Ich fühle und trauere mit den Angehörigen der Opfer des Amokläufers von München", schrieb der Oberbürgermeister auf seiner Facebook-Seite. Die Sinnlosigkeit der Tat sei unfassbar quälend, sagte Kurzbach. Gleichzeitig betonte der OB, Solingen sei solidarisch mit München, und brachte seine Hochachtung für die Polizisten, Feuerwehrleute und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen zum Ausdruck, die am Freitag in der bayerischen Landeshauptstadt im Einsatz gewesen waren. "Ich werde ein stilles Gebet für den Frieden in unserer Gesellschaft sprechen", schloss der Oberbürgermeister, der die Solinger bat, es ihm gleichzutun.

Bei der Tat vom Freitagabend hatte der 18-jährige Schüler, bei dem es sich um einen Einzeltäter handeln soll, mit einer Pistole vor und in einem Einkaufszentrum um sich geschossen und dabei neun Menschen tödlich getroffen. Zudem wurden durch den jungen Mann weitere 35 Menschen zum Teil sehr schwer verletzt. Nach dem Amoklauf richtete der Täter, der psychische Probleme gehabt haben soll, schließlich seine Waffe gegen sich selbst.

(or)
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