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Solingen
An der Brühler Straße hat die Eiszeit begonnen

Solingen: An der Brühler Straße hat die Eiszeit begonnen
Glattes Geläuf: Teenager gehören in der Eishalle an der Brühler Straße schon lange zum Stammpublikum FOTO: Martin Kempner
Solingen. Mit der beliebten Eisdisco sind Hallenleiterin Sabine Groß und ihr Team am Samstag in die neue Wintersaison in der Eishalle gestartet. Von Maxine Herder

Die Bedingungen sind optimal: 5,5 Zentimeter Eis auf der Lauffläche, sechs Grad in der Halle und das Team gut vorbereitet. "Die Eissaison kann beginnen", freut sich Sabine Groß, die gemeinsam mit Ehemann Klaus die Solinger Eissporthalle an der Brühler Straße seit 2004 leitet. Mit der Eisdisco hat dort am Samstagnachmittag um 17 Uhr die Eislaufsaison begonnen.

Sabine Groß kennt ihre Stammgäste, die sie liebevoll "Stammis" nennt: "Zur Disko kommen traditionell die immer gleichen 400 Leute, vor allem Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren". Bei gutem Wetter ist es vor allem ein fester Kern an treuen Eisläufern, der kommt. Und sobald es im Herbst oder Winter das erste Mal knackig kalt wird in Solingen, verändere sich die Altersstruktur. "Dann kommt auch älteres Publikum, vor allem viele Familien", berichtet Groß, die die Eishalle jetzt in der zwölften Saison leitet, aus ihrer langjährigen Erfahrung.

Dabei ist jeder einzelne Tag der kommenden sieben Monate bereits ausgebucht: "Am ersten Weihnachtstag haben wir geschlossen, ansonsten ist die Eisfläche bis zum letzten Tag am 9. April komplett belegt", sagt Groß. Zu den öffentlichen Laufzeiten (siehe Kasten) kommen hunderte Stunden Schulsport und Schulausflüge, Eiskunstlauf und Eishockey der Vereine sowie sieben Hobbymannschaften, die an der Brühler Straße trainieren.

Für Sabine Groß und ihr Team bedeutet das Arbeit im Dauereinsatz Morgens ab sieben finden Reinigungsarbeiten statt, um 8.30 Uhr wird geöffnet, bis abends um 23 Uhr ist das Eis in der Regel belegt. "Bis auf die Zeiten, in denen das Eis aufbereitet werden muss, gibt es bei uns keine freien Eiszeiten", macht Groß deutlich.

Und doch ist die Wintersaison bei ihr, ihrem Mann und dem Team beliebt. Das besteht aus zwei Schichtführern und fünf Mitarbeitern mit Behinderung, die in dem vom Integrationsunternehmen "Anders leben Eissporthalle Solingen gGmbH" geführten Betrieb beschäftigt sind. "Auch wenn es hier verdammt kalt ist, freuen sich alle darauf", sagt Sabine Groß.

Gerade für die Mitarbeiter mit Behinderung spiele es eine bedeutende Rolle, dass die Arbeit in der Halle in dieser Zeit geregelter sei. Denn während der sieben Monate im Winter sei es im Prinzip immer das Gleiche, während in den Sommermonaten ganz unterschiedliche Veranstaltungen warteten. Sabine Groß: "Das geht von der Katzenausstellung bis zur Gebrauchtwagenschau."

Immer größerer Beliebtheit in der Wintersaison erfreue sich dabei das Ausrichten von Kindergeburtstagen und anderen Gruppenfeiern auf dem Eis, berichtet die Hallenleiterin von den Veränderungen der zurückliegenden Zeit. "Dies wird immer mehr nachgefragt. Für solche Anlässe bieten wir auch einen separaten Raum, den wir kürzlich neu möbliert haben", so Sabine Groß.

Die Eintrittspreise in der Solinger Eissporthalle sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben: Kinder, Jugendliche, Schüler und Studenten zahlen drei beziehungsweise vier Euro (bei der Eisdisco und der XXL-Laufzeit), Erwachsene erhalten für vier beziehungsweise 4,50 Euro Eintritt an der Brühler Straße.

Quelle: RP
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