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Solingen
Angebote für neues Bad werden geprüft

Solingen: Angebote für neues Bad werden geprüft
So ähnlich könnte das neue Bad aussehen: So viele Bahnen allerdings wie der Neubau in Dormagen wird das geplante Solinger Schwimmbad nicht haben, auch keine Sprungbretter. Nächste Woche wird in Dormagen Eröffnung gefeiert, Sportausschuss-Mitglieder aus der Klingenstadt schauten sich das Bad jetzt an. FOTO: Schumilas
Solingen. Bis Mittwochabend um Mitternacht hatten Unternehmen Zeit, sich für den Vogelsang-Neubau zu bewerben. Nun nimmt das Verfahren Fahrt auf. Die Politik entscheidet. Von Uwe Vetter

Der Countdown für das neue Hallenbad Vogelsang an der Focher Straße in Wald läuft. Vorgestern um Mitternacht war Submission - bis dahin hatten potenzielle Generalunternehmer Zeit, ihre Planungen und Angebote für den Hallenbad-Neubau bei der Stadt einzureichen. "Es hat Angebote gegeben", sagt die ein Stadtsprecher auf Nachfrage unserer Redaktion.

Mitarbeiter des zuständigen Stadtdienstes Konzernbeschaffung und Medienservice hätten die Angebote geöffnet und werden sie nach einer ersten Sichtung nun der Projektsteuerung für das neue Hallenbad Vogelsang zuleiten sowie der Geschäftsführerin der Bädergesellschaft. "Es handelt sich um eine Millioneninvestition. Es wurde europaweit ausgeschrieben - hier muss alles seine Ordnung haben", sagt der Sprecher der Stadt mit Blick auf den Verfahrensablauf.

Kirstin Olsen-Buchkremer, die Chefin der Bädergesellschaft, blickt nun erwartungsvoll auf den 26. Juli. An jenem Tag kommt die kleine Kommission des Sportausschusses zusammen. Hier haben die Unternehmen Gelegenheit, ihre Planungen und Angebote der Politik vorzustellen. "Letztlich entscheidet die Politik über das neue Hallenbad", sagt Olsen-Buchkremer. Der Sportausschuss und der Zentrale Betriebsausschuss - die Solinger Bädergesellschaft ist seit kurzem Teil der Technischen Betriebe - werden voraussichtlich Mitte August eine Entscheidung treffen, welches Unternehmen an der Focher Straße zum Zuge kommt.

Derweil stimmt die Bädergesellschaft die Schwimmer vom Vogelsang schon einmal auf die Übergangslösung im Sportbad Klingenbad ein. Am Mittwoch waren rund 20 Hobbyschimmer im Klingenbad, die ansonsten in Wald ihre Bahnen ziehen. "Extrem positiv" bewertet Olsen-Buchkremer diesen Besuch, zumal "die Politik der Offenheit" gut bei den Nutzern des Schwimmbades ankommt. "Das funktioniert", sagt die Geschäftsführrein.

Und es sei egal, ob fünf oder 20 das Angebot wahrnehmen, das Klingenbad mit seinem 50 Meter- und dem 25 Meter-Becken in Augenschein zu nehmen. "Das sind Multiplikatoren", so die Geschäftsführerin der Solinger Bädergesellschaft.

Heute Abend besteht für die Hobbyschwimmer vom Vogelsang noch einmal die Gelegenheit, das Ausweichquartier am Weyersberg zu besichtigen. "Die Wassertemperatur im Variobecken ist hoch, und auch die blauen Zehner-Coins können weiter genutzt werden", anwortet Olsen-Buchkremer auf oft gestellte Fragen der Schwimmer.

Wenn die kleine Kommission des Sportausschusses am Mittwoch, 26. Juli, zusammenkommt und sich eingehend über die Planungen der jeweiligen Bewerber informiert, ist voraussichtlich schon mit einer Vorauswahl auf einen potenziellen Generalunternehmer zu rechnen. Davon geht der Vorsitzende des Sportausschusses, Ernst Lauterjung, jedenfalls aus. "Wir nehmen uns den ganzen Tag Zeit", sagt der SPD-Politiker.

Er sieht sich und alle anderen Mitglieder des Sportausschusses jedenfalls gut gewappnet. Schwimmbäder in Pulheim und zuletzt diese Woche in Dormagen - hier wird nächste Woche ebenfalls ein neues Hallenbad eröffnet - haben die Solinger Politiker besichtigt. "In Dormagen wurde 14 Monate gebaut. Die hatten einen milden Winter, es passte alles zusammen", berichtet Ernst Lauterjung.

Er ist zuversichtlich, dass auch an der Focher Straße in Wald alles glatt über die Bühne geht sowie der Zeit- wie der Kostenrahmen eingehalten werden. Wunsch der Sportausschuss-Mitglieder ist nach wie vor ein Therapiebecken im neuen Hallenbad für das öffentliche Schwimmen, das grundsätzlich ein 25-Meter-Becken mit fünf Bahnen erhalten soll sowie ein Lehrschwimmbecken und einen Kleinkinderbereich. "Wir werden sehen, ob ein Therapiebecken machbar ist", sagt Ernst Lauterjung mit Blick auf die Angebote, die nun in Kürze geprüft werden.

Quelle: RP
 
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