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Solingen
Ansteckende Spielfreude, erstaunliche Reife

Solingen. In der Reihe "Junge Pianisten Elite" gastiert am 23. Oktober Elias Opferkuch im Kunstmuseum.

Geboren und aufgewachsen in Aalen, war Elias Opferkuch bereits im Alter von fünf Jahren von den weißen und schwarzen Tasten derart fasziniert, dass er sich höchstpersönlich für seinen ersten Unterricht einsetzte. Erste öffentliche Auftritte und Auszeichnungen ließen nicht lange auf sich warten. So stieg er bereits 2005 beim Matthes-Klavierspiel-Wettbewerb in Stuttgart auf das Siegerpodest. "Ich möchte nicht behaupten, ein Leben ohne Musik wäre langweilig. Es gibt viele schöne Dinge im Leben. Allerdings wäre mein Leben ohne die Musik niemals so erfüllt, wie es jetzt ist", erklärt der Pianist, der am 23. Oktober in der Reihe "Junge Pianisten Elite" um 19 Uhr im Kunstmuseum gastieren wird - mit Werken von Haydn, Chopin, Liszt, Schumann und Strawinsky.

Für Opferkuch ist es nicht der erste Auftritt in der Klingenstadt, bereits 2015 begeisterte er als Solist der Bergischen Symphoniker das Publikum mit seiner temperamentvollen, ansteckenden Spielfreude und einer erstaunlichen Reife. Der in Aalen aufgewachsene junge Künstler steht am Anfang einer vielversprechenden Karriere. Schon früh wurde Opferkuch mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Mit elf Jahren feierte er sein umjubeltes Debüt als Konzertpianist bei der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg mit dem Klavierkonzert "Miniature Concerto" von Alec Rowley. Seine erste Konzertreise führte ihn über Berlin bis nach Ungarn, gefolgt von einer zweiten Reise nach Italien 2012 - mit dem Klavierkonzert Nr. 1 b-moll von P. I. Tschaikowsky im Gepäck. 2015 wurde Opferkuch mit diesem Werk im Zusammenspiel mit den Bergischen Symphonikern beim "Marler Debüt", bei "Jugend brilliert" in Remscheid und in Solingen gefeiert.

Als künstlerischer und persönlicher Gewinn erwiesen sich für den 1996 geborenen Opferkuch der Klavierunterricht bei Professor Fedele Antonicelli und Professor Volker Stenzl. An der Hochschule für Musik Saar wurde er als Jungstudierender durch Prof. Thomas Duis gefördert. Darüber hinaus besuchte er Meisterkurse unter anderem bei Prof. Sontraud Speidel. Derzeit studiert er bei Prof. Marisa Somma im italienischen Bari. Zwei Indienreisen und das Schicksal der Menschen in diesem Land haben Opferkuch tief berührt. Seitdem engagiert er sich als musikalischer Botschafter für das Hilfswerk "Neurochirurgische Hilfe Indien".

Im Kunstmuseum wird Opferkuch auch Igor Strawinskys "Trois Mouvements de Pétrouchka" spielen, eines der schwierigsten und virtuosesten Werken der Klavierliteratur. Für den Pianisten ist das Werk von besonderer Bedeutung, wurde er doch für die Interpretation dieses Werkes 2014 mit dem Sonderpreis der Harald Genzmer-Stiftung ausgezeichnet.

Eintrittskarten für das Konzert von Elias Opferkuch am 23. Oktober um 19 Uhr im Kunstmuseum, Wuppertaler Straße 160, kosten an der Abendkasse 19 Euro. Vorbestellungen sind per Email (info@kunstmuseum-solingen.de) oder auch telefonisch (T.: 2 58 14 10) bis 21. Oktober möglich.

(red)
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