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Solingen
Apotheken: 10 000 Euro fürs Bremer-Institut

Solingen: Apotheken: 10 000 Euro fürs Bremer-Institut
PTA-Schüler des Walter-Bremer-Instituts hatten auf der großen Jobinformationsmesse Forum Beruf im Theater und Konzerthaus für ihren Ausbildungsweg geworben. Die Absolventen haben quasi eine Jobgarantie. FOTO: mak (Archiv)
Solingen. Auf 163 000 Euro ist der Jahreszuschuss der Stadt an die PTA-Schule gesunken. Das ist wohl noch immer zu viel, um die Ausbildung in Solingen dauerhaft zu sichern. An einem neuen Finanzierungskonzept wird weiter gefeilt. Von Günter Tewes

"Komm ins Team: Ausbildung mit Zukunft - PTA." So hatten die Apotheken-Schüler des Walter-Bremer-Instituts zuletzt auf der großen Jobinformationsmesse Forum Beruf für ihren Ausbildungsweg geworben. In der Tat: Pharmazeutisch-Technische-Assistenten (PTA) sind gesucht; Schüler des Bremer-Instituts haben quasi eine Jobgarantie.

Und doch wird um die Zukunft der Apothekenschule gerungen. Ein neues Finanzkonzept muss gefunden werden, das mit einem deutlich geringeren städtischen Zuschuss auskommt. Jedenfalls ist das PTA-Institut an der Burgstraße unter dem Dach des Friedrich-List-Berufskollegs in der Innenstadt ein Qualitätsmerkmal des Bildungsstandortes Solingen. Die Apotheken-Schule liegt den Bildungspolitikern sehr am Herzen. Heute, Dienstag, steht der weitere Betrieb des Walter-Bremer-Instituts erneut auf der Tagesordnung im Schulausschuss.

Neue Bewegung ist inzwischen in die Debatte gekommen. Der Solinger Apothekenverband will ab 2016 einen freiwilligen Zuschuss von 10 000 Euro für die städtische PTA-Schule leisten. Hier hatte die Schulpolitik seit langem ein stärkeres finanzielles Engagement angemahnt. Nicht in Betracht kommt derzeit indes das Duisburger Modell. Dort stützen ein Förderverein und starke Apothekenverbände die Lehranstalt. Allerdings sollen am Walter-Bremer-Institut zukünftig stets mindestens 100 Schüler unterrichtet werden. Für die Stadt hat sich der Zuschussbedarf des Instituts gegenüber dem Jahr 2013 um rund 45 000 Euro verringert, gleichwohl liegt dieser aber noch immer bei rund 163 000 Euro, teilt die Schulverwaltung mit. Erwartet wird, dass die Landeszuschüsse bereits in diesem Jahr komplett wegfallen; andererseits ist wegen einer besseren Auslastung des Instituts mit einer Steigerung der Schulgeld-Einnahmen zu rechnen. 340 Euro beträgt dieses im Monat. "Die Entwicklung ist positiv. Für die Schule kann es eine Zukunft geben", sagte Iris Preuß-Buchholz, schulpolitische Sprecherin der SPD, auf Anfrage unserer Redaktion. Gleichwohl sei es derzeit noch immer ein großer Betrag, den die Stadt aufbringen müsse.

Dem Vernehmen nach zeichnet sich in der Politik als Richtschnur ab, den städtischen Zuschuss auf jährlich unter 100 000 Euro zu drücken. Also gilt es in Zukunft, noch weitere Einsparpotenziale zu erschließen.

Torsten Küster, schulpolitischer Sprecher der CDU, freut sich über die Fortschritte zum Erhalt des Walter-Bremer-Instituts: Die Rettung komme voran. "Auch die Entwicklung der Personalkosten ist auf einem guten Wege, diese müssen jedoch weiter gesenkt werden." Bei perspektivisch auslaufenden Beschäftigungsverhältnissen sei im Anschluss - soweit möglich - auf Honorarkräfte zu setzen.

Quelle: RP
 
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