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Solingen
Appell zu Offenheit gegenüber allen Menschen

Solingen: Appell zu Offenheit gegenüber allen Menschen
Dorothee Daun (Vorsitzende l.) und Gerd Brems (Geschäftsführer) mit Elisabeth Veldhues (Beauftragte der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung). FOTO: Köhlen
Solingen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband empfing 150 Gäste bei seinem Neujahrsempfang im Stadtsaal. Von Benjamin Dresen

Inklusion und Integration: zwei Seiten derselben Medaille - unter diesem Motto stand der Neujahrsempfang des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes im Walder Stadtsaal. "Der Paritätische" ist Dachverband und Plattform für soziale, gemeinnützige Vereine, Initiativen und Selbsthilfegruppen. Mehr als 60 Organisationen sind in Solingen unter dem Dach des Paritätischen engagiert, wie die Vorsitzende Dorothee Daun hervorhob.

Im Foyer gaben Mitgliedsorganisationen an Ständen Einblick in ihre Arbeit. Die inklusive Musikgruppe Sternentrommler unter der Leitung von Ralf Gunkel gestaltete den Empfang musikalisch. Unter den 150 Gästen fanden sich viele bekannte Gesichter aus Kommunalpolitik, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen und Verwaltung. Dorothee Daun lobte die Zusammenarbeit aller Institutionen bei der Arbeit mit Flüchtlingen: "Sie haben Beachtliches geleistet im vergangenen Jahr." Das Motto "Inklusion und Integration: zwei Seiten derselben Medaille" erklärte sie so: "Es geht um Teilhabe für alle Menschen." Diese Teilhabe könne nur durch Offenheit erreicht werden, gegenüber Behinderten wie auch gegenüber Geflüchteten. "Werben wir also für Offenheit", sagte Daun.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach nannte die Integration der Flüchtlinge eine "Generationenaufgabe". Er rechnet damit, dass das Thema seine erste Amtszeit über andauern wird. Die Stadt allein könne diese Aufgabe nicht bewältigen, sondern "wir brauchen das starke Netzwerk". Für ihn ist die "dezentrale, menschenwürdige Integration" eine entscheidende Aufgabe. Dafür brauche es Menschen, die Nächstenliebe und Solidarität leben. Das soziale Netzwerk in Solingen habe bewiesen, wie stark es sei. Deshalb warnte Kurzbach vor Kürzungen in diesem Bereich.

Ehrengast des Neujahrsempfangs war Elisabeth Veldhues, Beauftragte der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung. Sie erklärte mit Blick auf das Tagesmotto: "Inklusion bedeutet, jemanden von Geburt an in der Mitte der Gesellschaft lassen. Alle sind dabei von Anfang an." Veldhues erinnerte: "Die meisten Behinderungen erwirbt man im Lauf seines Lebens." Sie sieht Barrierefreiheit als wichtigen Baustein für die Teilhabe aller Menschen. Dies betreffe auch den Bau von bezahlbarem Wohnraum.

Quelle: RP
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