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Solingen
Arbeiter-Samariter-Bund will Ehrenamt stärken

Solingen: Arbeiter-Samariter-Bund will Ehrenamt stärken
Jens Blätte, Sven Niederau, Anne Paweldyk und Lucian Günther freuten sich, dass für den ASB am ersten Tag in Solingen alles funktioniert hatte. FOTO: Köhlen
Solingen. Der neue Rettungsdienst zeigte sich nach der ersten Schicht mit der Premiere in Solingen sehr zufrieden. Von Martin Oberpriller

Die sprichwörtliche Feuertaufe ließ nicht lange auf sich warten. Die Premieren-Schicht des neuen Rettungsdienstes war gestern Morgen gerade einmal drei Stunden im Einsatz, als die Sanitäter und Rettungsassistenten des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) der erste Alarm erreichte. Ein Mann musste gegen 3 Uhr morgens dringend mit Hilfe eines Notarztes ins Krankenhaus eingeliefert werden - und tatsächlich klappte am Ende alles wie am Schnürchen.

Den Verantwortlichen des ASB war die Erleichterung jedenfalls einige Stunden später noch spürbar anzumerken. "Es gab keinerlei Komplikationen", zog beispielsweise Lucian Günther als Koordinator des neuen Rettungsdienstes für Solingen am Montagmittag eine erste Bilanz. Und auch ASB-Geschäftsführerin Anne Paweldyk, Jens Blätte als Leiter des Rettungsdienstes im Bergischen Land sowie Sven Niederau, oberster ASB-Retter im Rheinisch-Bergischen Kreis, zeigten sich rundum zufrieden mit dem Start ihrer Organisation in der Klingenstadt. Man sei von den Kollegen der Feuerwehr herzlich aufgenommen worden und freue sich nun auf die kommenden Aufgaben in Solingen, betonten die ASB'ler.

Dabei warten auf den Arbeiter-Samariter-Bund, der gestern zudem sein neues Rettungsfahrzeug vorstellte, in den nächsten Wochen und Monaten noch weitere Herausforderungen. So gilt es für den ASB, der bis zum 1. Februar 2017 in den städtischen Feuerwachen Ohligs sowie Wald untergekommen ist, möglichst schnell eine eigene Bleibe zu finden. Und überdies will die Organisation wieder ehrenamtliche Strukturen in der Klingenstadt aufbauen. Zuletzt hatte es im Jahr 2008 einen Ortsverband in Solingen gegeben, der sich seinerzeit jedoch aufgelöst hatte, da der Nachwuchs fehlte. Diesen hofft der Verband nun, durch seine neue Präsenz in der Stadt wiedergewinnen zu können.

Darüber hinaus unterstrich die Führung des Arbeiter-Samariter-Bundes, mit den anderen Hilfsdiensten in der Stadt ein gutes Verhältnis anzustreben. Dies gelte auch für die Malteser, die dem ASB bei der Neuvergabe des Rettungsdienstes unterlegen waren. Zwar seien im Zusammenhang mit dem Wechsel zuletzt "unschöne Dinge" vorgefallen, sagte Geschäftsführerin Paweldyk. Doch gelte es jetzt, im Sinne der gemeinsamen Sache zusammenzuarbeiten. Anne Paweldyk: "Wir wollen einfach nur zeigen, dass wir für Solingen einen tollen Job machen".

Quelle: RP
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