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Solingen
Arbeitslosigkeit steigt wieder leicht an

Solingen. Die Zahl der Menschen, die in Solingen eine neue Stelle suchen, ist im Juli im Vergleich zum Vormonat nach oben gegangen. Wie die Arbeitsagentur gestern mitteilte, waren im vergangenen Monat genau 7194 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das sind 252 mehr als im Juni, aber gleichzeitig 419 Personen weniger als noch im Juli des vergangenen Jahres.

Die Quote stieg somit binnen Monatsfrist von 8,1 auf 8,4 Prozent. Im Juli 2016 hatte sie bei 8,9 Prozent gelegen. Dabei führen Experten den Anstieg in den zurückliegenden Wochen vor allem auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen zurück. Diese nimmt im Sommer saisonbedingt in aller Regel zu, da um diese Zeit viele junge Menschen ihre Ausbildung beenden, ohne von den Betrieben übernommen zu werden.

Gleichwohl stehen die Chancen für ausgebildete junge Leute gut, schnell einen neuen Job zu finden. So erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen in Solingen im Vergleich zum Juli 2016 362 auf nunmehr 1543 zu besetzende Jobs - was einer Zunahme von 38,8 Prozent entspricht.

Besonders gefragt sind Mitarbeiter im Metallbereich in Dienstleistungsberufen sowie in der Pflege. Parallel dazu legte auch der Solinger Ausbildungsmarkt zu. Bis Juli wurden 646 offene Lehrstellen gemeldet, wobei der Ausbildungsmarkt weiter das "Sorgenkind bleibt", wie es vonseiten der Arbeitsagentur hieß. So kommen in der Klingenstadt rechnerisch auf 100 Bewerber nur 50 freie Lehrstellen.

Wie wichtig eine abgeschlossene Berufsausbildung ist, zeigt die Quote der Unterbeschäftigungsquote, die auch Menschen in Maßnahmen erfasst. Diese beträgt in Solingen elf Prozent. Darunter befinden sich erfahrungsgemäß viele Minderqualifizierte.

(or)
 
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