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Solingen
Auf dem Weg in die digitale Zukunft

Solingen: Auf dem Weg in die digitale Zukunft
Die Zukunft im Blick (v.l.): Klaus Kremer (1 & 1 Versatel), Tobias Ziemann (TBS), Jörg Elsässer (1 & 1 Versatel), Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Frank Balkenhol (Wirtschaftsförderung) und Martin Lutz (Breitbandbeauftragter). FOTO: Vetter
Solingen. Die Stadt und 1 & 1 Versatel verlegen an der Schmalzgrube Glasfaserleitungen. Weitere Gewerbegebiete im Stadtgebiet sollen folgen, sofern die Unternehmen entsprechende Aufträge vergeben. Von Uwe Vetter

Schnelle Datenanschlüsse sind für Unternehmen wichtig. Und Städte, die nicht nur für Firmen die technischen Voraussetzungen dafür vorhalten, können hier mit Blick auf den Standort wesentlich punkten. Solingen will das und hat gestern gemeinsam mit 1 & 1 Versatel den "Startschuss für die digitale Zukunft" gegeben, so Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

Am Eingang zum Gewerbegebiet Schmalzgrube an der Ecke Löhdorfer Straße / Mangenberger Straße ziehen auch die städtischen Töchter Stadtwerke Solingen (SWS) und Technische Betriebe Solingen (TBS) mit an einem Strang: Stromleitungen der SWS und das neue Glasfasernetz der TBS werden gleichzeitig verlegt. "Das spart Zeit und Kosten", sagte TBS-Leiter Martin Wegner.

Für Tim Kurzbach war gestern jedenfalls "ein guter Tag". Vor einigen Wochen hatte es bereits eine Informationsveranstaltung für Unternehmen gegeben mit dem Ziel, neue Glasfaser-Anschlüsse in den klingenstädtischen Gewerbegebieten zu verlegen. In der Schmalzgrube sind die Partner Stadt und 1 & 1 Versatel jetzt vor Ort. "Sechs Firmen machen hier mit", sagte der Oberbürgermeister.

66 mögliche Betriebe könnten es in der Schmalzgrube aber sein, so gesehen gibt es hier noch Luft nach oben. "Wir warten nicht auf andere, wir packen es selbst an", ergänzte der Verwaltungschef mit Blick auf die Glasfaseretechnik. Weit über 200 Kilometer seien im Stadtgebiet davon bereits verlegt. "Wir sind mit Unternehmen auch in anderen Gewerbegebieten intensiv im Gespräch", betonte Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

Im Dycker Feld würden zurzeit derartige Gespräche laufen. Einige Aufträge gebe es zwar bereits, hier müssten aber noch zwei weitere Betriebe auf den Zug aufspringen, damit die Bagger anrollen können, um schnelle Glasfaserkabel zu verlegen.

Immerhin bis zu 100 Gigabit sind mit dem zurzeit schnellsten Übertragungsmedium möglich. "Die Glasfaser kommt bis ins Gebäude und hat eine hohe sowie eine synchrone Bandbreite", sagte Martin Lutz, Breitband-Beauftragter der Stadt Solingen. So schnell wie die Daten hereinkommen, so schnell gehen sie auch wieder heraus.

Die intensive Zusammenarbeit zwischen der Stadt und 1 & 1 Versatel hob Unternehmenssprecher Jörg Elsässer hervor. "Den Breitbandausbau in einer konzertierten Aktion zu organisieren, das ist wichtig", so Elsässer. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben zweitgrößter Glasfasernetz-Anbieter in Deutschland mit über 42.000 Kilometern. "Wir können nur jedes Unternehmen in Solingen ermutigen, mit uns ins Gespräch zu kommen", so der Sprecher von 1 & 1 Versatel.

Ziel ist es aber nicht nur, bis 2020 Unternehmen mit einer Glasfaserinfrastruktur in den verschiedenen Gewerbegebieten im Stadtgebiet zu versorgen, sondern auch Privathaushalten soll in den nächsten zwei Jahren eine Bandbreite von mindestens 50 Mbit/s im Download zur Verfügung stehen. Dafür hat die Stadt bei Bund und Land eine Förderung beantragt. "Grundsätzlich haben wir in Solingen einen guten Standard im Bereich der VDL-Technik", sagt Breitbandbeauftragter Martin Lutz. Die Glasfasertechnik sei nun aber der nächste Schritt. "Und dafür schaffen wir die Rahmenbedingungen", sagt Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

Zumal es mittelfristig - bis zum Jahr 2025 - das Ziel ist, allen Haushalten und Gewerbetreibenden Zugang zu Gigabit-Netzen zu ermöglichen.

Quelle: RP
 
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