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Solingen
Auf großer Fahrt mit den "Bergischen"

Solingen. Mit dem "Bergischen Männerchor von 1801" ist Deutschlands ältester Männergesangsverein in der Klingenstadt beheimatet. Durch Fusionen und Zugänge verstärkt, beeindruckt der Chor immer noch durch eine Mitgliederstärke von etwa 40 Sängern. Dirigent Dieter Lein hatte mit den Sängern für das Konzert "Auf großer Fahrt" neue Lieder einstudiert, und das Publikum nahm die Einladung zur Seereise gerne an. Der Clemenssaal war ausverkauft.

Chormitglied Michael Vogel hatte mit einem großen Hafenbild der Hansestadt Hamburg für die passende Dekoration gesorgt, auf der Reeperbahn begann auch die Reise durch die musikalische Literatur jener Lieder, die Meer und Seefahrt besingen. Der Männerchor wagte sich sogar mutig an den "Chor der Matrosen" aus der Wagner-Oper "Der fliegende Holländer", kam dabei aber auch deutlich an seine Grenzen. Zu Gast war der Frauenchor "Dacapo" aus Wuppertal, am Flügel begleitet und geleitet von Musikdirektor Hans-Jürgen Fleischer. Auch die Damen hatten sich mit einer kecken Seemannsmütze bestens für das maritime Konzert gekleidet. Sie sangen frisch und robust das Lied "Seemann, deine Heimat ist das Meer", einfühlsam das schottische Volkslied "My bonnie is over the ocean" und mit viel Empfindung das romantische Lied "Ein Schiff wird kommen". Solist war der Solinger Tenor Uwe Olbertz. Er erinnerte mit "Ein Lied geht um die Welt" an den unvergessenen Filmtenor Josef Schmidt, und brachte mit dem sentimentalen Lied "Junge, komm bald wieder" auch eine Hommage an Freddy Quinn. Die Palette der dargebotenen Lieder war sehr breit, auch das Medley der Musical- Lieder von Cole Porter passte ins Konzept, denn der Broadway liegt nicht weit vom New Yorker Hafen entfernt. Bei seinem zweiten Auftritt entführte der Frauenchor das Publikum in die Karibik, mit Liedern, die einst von Harry Belafonte und der Band "The Cats" gesungen wurden - der Beifall des Publikums forderte sie zu einer Zugabe heraus. Zurückhaltend aber sehr kompetent begleitet wurden die "Bergischen" und der Solist von Pianistin Barbara Uhling. "Wo die Nordseewellen rauschen" war der passende Schlusspunkt des Konzerts, das Publikum sang begeistert und kräftig mit.

(wgü)
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