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Solingen
August-Dicke-Schule eröffnet lang ersehnten Keyboard-Raum

Solingen. Mit angesparten Spendeneinnahmen aus den Schulkonzerten konnte das Vorhaben an der Schützenstraße finanziert werden. Von Sandra Grünwald

Es brauchte schon sehr viel Beharrlichkeit und einen langen Atem, um die Idee in die Tat umsetzen zu können. "Es hat sich langsam entwickelt", erklärt Monika Schneider, Leiterin der August-Dicke-Schule. Die Idee, im Unterrichtsgebäude an der Schützenstraße einen Keyboard-Raum einzurichten, hat es schon lange gegeben. Doch galt es, da gleich zwei Probleme zu lösen - die Finanzierungs- und die Raumfrage. Durch die Umstellung auf G 8 und den Wegfall von Doppeljahrgängen wurde das Platzproblem nun gelöst.

Finanziert wurde der neue Keyboard-Raum durch die vielen Konzerte, die das Schulorchester in den vergangenen sieben bis acht Jahren gegeben hat. "Das besondere ist, dass wir den Keyboard-Raum selbstständig finanziert haben", betont Schneider. Ganz ohne Zuschüsse und öffentliche Gelder. Und mitten zwischen den Musikräumen und dem Kunstraum hat der neue Keyboard-Raum auch einen passenden Standort gefunden. In dem großen Raum haben die 17 nagelneuen elektronischen Tasteninstrumente ausreichend Platz. Insgesamt 2500 Euro haben diese gekostet, dazu kamen 500 Euro Installationskosten. Zudem hat das August-Dicke-Gymnasium auch noch 15 neue Cachons für zusammen 1500 Euro angeschafft, die ebenfalls im Keyboardraum lagern, wenn sie nicht gebraucht werden.

Seit Anfang des Schuljahres wird der Keyboard-Raum genutzt. "Es ist wesentlich einfacher, Musiktheorie auch mal praktisch zu zeigen", erklärt Martina Krebs.

Sie gehört, genauso wie Eva Reinold, Julia Rentsch und Matthias Düe, der Fachschaft Musik an, der Monika Schneider nun offiziell den (Noten-)Schlüssel für den Raum übergab. "Man kann so unterschiedliche Sachen mit den Keyboards machen", freut sich Julia Rentsch. Dreiklänge, Tonleitern, aber auch Komponieren. "Die Schüler arbeiten zu zweit an einem Keyboard", erklärt Eva Reinold. Dabei tragen sie Kopfhörer. Das Instrument selbst lernen sie nicht. "Aber sie bekommen die Grundlagen vermittelt und finden vielleicht Spaß daran", sagt Rentsch. Möglicherweise wird bald auch eine Keyboard-AG ins Leben gerufen.

Mit den Cachons gehen die Schüler in die Gymnastikhalle, wo sie derzeit ein Stück einstudieren. Hier können sie nach Leibeskräften trommeln, ohne jemanden zu stören. Immerhin können die vielen Trommelkästen ziemlich laut werden. Einen Cachon-Führerschein können die Schüler auch machen. Den Rhythmus haben sie längst raus. Und das Improvisieren klappt auch schon ganz gut. Dabei kommt es stets darauf an, auf die anderen zu hören und auf die Kommandos der Lehrerin zu achten.

Mit den Cachons und den Keyboards ist das gesammelte Geld in jedem Fall gut angelegt, wie Rektorin Monika Schneider betont: "Es ist eine Bereicherung für die ganze Schule."

Quelle: RP
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