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Solingen
Aus dem Leben eines Jazzmusikers

Solingen. Musik war sein Leben, Musik rettete sein Leben: "Der Ghetto Swinger" erzählt die (Über-)Lebensgeschichte des Berliner Jazz-Musikers Coco Schumann. Am Mittwoch, 30. September, ist die gefeierte Produktion des Altonaer Theaters Hamburg im Theater und Konzerthaus Solingen zu sehen. Unter der Regie von Gil Mehmert spielen Konstantin Moreth und US-Gesangslegende Helen Schneider in dem musikalisch-autobiografischen Theaterstück.

Die Geschichte um Coco Schumann nimmt mit auf eine Reise in das Berlin der 30er Jahre. In den Kneipen wird Swing und Jazz gespielt und der junge Coco, Sohn einer jüdischen Mutter, ist fasziniert von der Musik. Schon früh gerät er in die Szene der verbotenen "Swing-Kids", Jugendliche, die den Jazz als anarchische Ausdrucksform gegen die Unkultur der Nazis stellten. Und plötzlich befindet Coco sich in Theresienstadt wieder. Dort wird er Mitglied der "Ghetto-Swingers". In Auschwitz spielt er zur Unterhaltung der Lagerältesten und SS um sein Leben, in Dachau begleitet er mit letzter Kraft den Abgesang auf das Regime. Ein perfides Spiel, denn auf einmal wird die Musik für ihn die Möglichkeit, das Konzentrationslager zu überleben. Chuzpe, Glück, Zufälle, die Musik oder ein Schutzengel? Vielleicht hatte Coco Schumann von allem etwas. Als er zum Kriegsende wieder in Berlin landet, steht er plötzlich in einem improvisierten Lokal im Kreis der alten Kollegen, die längst wieder spielen, nimmt ein Instrument und beginnt ebenfalls zu spielen.

Die Vorstellung "Der Ghetto Swinger" beginnt um 19.30 Uhr.

(red)
 
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