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Solingen
Ausbau der Höhscheider Gesamtschule

Solingen: Ausbau der Höhscheider Gesamtschule
Nahezu ein Jahr ist die Sporthalle der Grundschule Wiener Straße wegen Schadstoffen gesperrt. Im Zusammenhang mit einer Sanierung müsste sie wohl abgerissen werden. Deshalb erwägt die Stadt den Bau einer neuen Dreifachturnhalle in Höhscheid an der Neuenhofer Straße, die dann von der Grundschule und der vierten Gesamtschule genutzt werden könnte. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Planung bei der Stadt ist die Errichtung einer Dreifachturnhalle an der Neuenhofer Straße im Zuge des weiteren Ausbaus der Gesamtschule. Nach der Mensa an der Kanalstraße soll zudem ein Neubau an der Zweigstraße kommen. Von Benjamin Dresen

Wie geht es weiter für die Gesamtschule Höhscheid? Klar ist: Die Gebäude der früheren Hauptschule Höhscheid in der Kanalstraße und ab nächstem Jahr in der Zweigstraße um die Ecke reichen für die 2014 gestartete Gesamtschule langfristig nicht. Denn mit jedem neuen Schuljahr steigt die Zahl der Klassen vorerst weiter an. Das städtische Immobilienmanagement präsentierte dem Schulausschuss jetzt zwei denkbare Lösungen.

Die Verwaltung favorisiert die folgende Variante: Dabei konzentriert sich die Gesamtschule an den Standorten Kanalstraße und Zweigstraße. Das Gebäude an der Zweigstraße würde saniert und im Bereich der dortigen Turnhalle entstünde ein 1900 Quadratmeter großer Neubau mit Kursräumen für die Oberstufe und Fachräumen für die Naturwissenschaften.

"Der Vorteil bei nur zwei Standorten ist, dass wir weniger Wege haben und es einfacher zu organisieren ist. Das ist unsere präferierte Lösung", sagt Schulleiter Dirk Braun im Gespräch mit unserer Redaktion. Zudem könnte der Neubau auf die Bedürfnisse der Oberstufe ausgerichtet werden. Die zweite Variante sieht an der Kanalstraße die Unterbringung der Klassen 5 bis 7 vor. An der Zweigstraße könnten die Klassen 8 bis 10 unterrichtet werden, hier entstünde ein Trakt für die Naturwissenschaften. Die Klassen 11 bis 13 würden in der Pestalozzischule in der Fritz-Reuter-Straße untergebracht.

Die Baukosten für beide Lösungen wären bei einem angestrebten Neubaustandard für eine Sanierung etwa gleich und lägen bei etwa 10,4 Millionen Euro. Bei der favorisierten Variante "Kanalstraße plus Zweigstraße" könnten über zehn Jahre 500.000 Euro Betriebskosten eingespart werden gegenüber einer Lösung mit drei Standorten. Das Gebäude der Pestalozzischule könnte anderweitig genutzt oder vermarktet werden. Geklärt werden muss in jedem Fall die Finanzierung, denn die Stadt benötigt von der Bezirksregierung die Ermächtigung zur Kreditaufnahme.

"Es sollte 2018 fertig werden", gibt Lutz Blum als zeitliches Ziel aus. Die Neubauten sollen in Massivbauweise ausgeführt werden. "Wir gehen von 60 Jahren Haltbarkeit aus", sagt Lutz Blum. Ein gewisser Zeitdruck besteht in jedem Fall, denn die ersten 8. Klassen brauchen schon ab dem nächsten Jahr Unterrichtsräume in der Zweigstraße.

Die Stadt präsentierte dem Schulausschuss außerdem Pläne zum Bau einer Sporthalle mit drei Spielfeldern an der Neuenhofer Straße 42 für etwa vier Millionen Euro. "Es wäre gut, wenn die Dreifachhalle kommt", sagt Schulleiter Dirk Braun. Denn der Schule stehen laut Raumplan vier Hallen zu, an der Kanalstraße und der Zweigstraßen gibt es aber bislang nur zwei Hallen. Die Dreifachhalle wäre ein Kompromiss, so Dirk Braun, denn sie ist knapp einen Kilometer von der Schule entfernt.

In jedem Fall gebaut wird die Mensa an der Kanalstraße für 200 Personen mit Küche und Betreuungsräumen. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2017 starten und 2018 abgeschlossen sein. Die Kosten von 3,5 Millionen Euro sind gesichert und im städtischen Etat eingeplant.

Quelle: RP
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