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Was Nebenan Passiert Aus Dem Bezirk Burg/Höhscheid
Azubis bauen Mittelalter-Spielplatz

Was Nebenan Passiert Aus Dem Bezirk Burg/Höhscheid: Azubis bauen Mittelalter-Spielplatz
Einen Mittelalter-Spielplatz woll Auszubildende der Sparkasse unweit von Schloss Burg bauen. FOTO: Bauer (Archiv)
Solingen. Anfang Mai soll unweit des Schlosses in Oberburg eine hölzerne Burganlage zum Spielen entstehen. Von Maxine Herder

Es soll ein ganz besonderer Spielplatz werden: Mit einer hölzernen Burganlage mit Bergfried, Türmen und Torburg, der thematisch perfekt nach Oberburg passt, und viele Möglichkeiten zur Bewegung, zum Spielen, Hangeln und Rutschen bietet. Es ist auch in einer anderen Hinsicht ein ganz besonderer Spielplatz: Im Rahmen des "Azubi-Bau-Projekts" der Stadt-Sparkasse Solingen übernehmen rund 30 Auszubildende die Um- und Neugestaltung des Spielplatzes Hofgarten an der Wermelskirchener Straße. Die Bezirksvertretung Burg/Höhscheid hat das Vorhaben in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig befürwortet.

Bereits zum neunten Mal findet das Azubi-Projekt statt, der Umfang der neuesten Maßnahme ist jedoch auch für die Sparkasse Neuland: Wurde sonst in der Regel ein Spielgerät für eine soziale oder städtische Einrichtung gebaut, ist es dieses Mal gleich ein ganzer Spielplatz der in nur einer Woche, vom 5. bis zum 8. Mai entstehen soll. Insgesamt 30 Azubis beider Lehrjahre - und damit doppelt so viele wie in den Vorjahren - schickt die Sparkasse nach Oberburg. "Anlässlich unseres 175-jährigen Jubiläums haben wir entschieden, der Stadt etwas zurückgeben zu wollen und sind sehr schnell auf den Spielplatz Hofgarten gestoßen", erzählt Christina Biermann von der Unternehmenskommunikation der Sparkasse - auch wenn es logistisch und topographisch aufgrund der Lage des Spielplatzes auf einem Hügel sowie aufgrund des für den Bereich geltenden Denkmalschutzes eine Herausforderung sei.

"Das ist eine total schöne Gegend dort. Wir wollen dazu beitragen, dass Burg und Schloss Burg attraktiviert werden", sagt Biermann. Und dabei geht es bei Weitem nicht darum, vorgefertigte Spielplatzbauteile aufzubauen: Gemeinsam mit dem Unternehmen Alea ("Anders lernen durch Erfahrung und Abenteuer") werden die Auszubildenden des Kreditinstitutes den Spielplatz planen und in Handarbeit aus Robinien-, Lärchen- und Douglasienholz ein Kinderschloss gegenüber dem originalen Schloss errichten.

Der auf dem Spielplatz vorhandene Hügel, unter dem sich Reste der alten Fliehburg des Schlosses befinden, wird kreativ in die Gestaltung einbezogen. Zudem wird eine Beschilderung angebracht, die auch externen Besuchern den Weg zum Spielplatz weist.

Ziel des Sparkassen-Projektes ist es, die Teamfähigkeit und die fachübergreifenden Kompetenzen der jungen Leute zu schulen. "Sie werden auf eine harte Bewährungsprobe gestellt", so Christina Biermann.

"Nicht nur für die Kinder aus dem Stadtteil, auch in Verbindung mit dem Schloss wird hier für Besucher eine attraktive Möglichkeit geschaffen. Wir haben beispielsweise am Industriemuseum mit dem Themen-Spielplatz sehr gute Erfahrungen gemacht", erläuterte Artur Pach, Leiter des städtischen Ingenieurbüros Grünflächen, den Bezirkspolitikern. Auf deren Anregung wird Pach die Errichtung einer Barriere am Eingang zum Spielplatz prüfen, da der Zuweg sehr steil und die angrenzende Straße stark befahren ist.

Die Kosten für Planung, Projektentwickler und Baumaterial trägt die Stadt-Sparkasse Solingen. Der Eigenanteil der Stadt in Höhe von rund 40 000 Euro wird mit einem Beitrag in Höhe von 30 000 Euro aus Eigenmitteln zu Fördertöpfen der Stadtentwicklung finanziert. Zudem mit 6000 Euro aus einem aufgestockten Aufwand der Stadt-Sparkasse und mit 4000 Euro aus der Position Ersatzbeschaffung Spielgeräte im Budget des Stadtdienstes Sport.

Quelle: RP
 
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